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Erneute Raketenangriffe auf US-Einrichtungen im Irak

05. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Im Irak sind in der Nacht auf Sonntag erneut gezielte Raketenangriffe auf US-Einrichtungen verübt worden. Eine Katjuscha-Rakete sei auf die Grüne Zone in Bagdad abgefeuert worden, erklärte die irakische Armee. Außerdem hätten die Streitkräfte einen Angriff auf den auch von den USA genutzten Stützpunkt Taji nördlich der Hauptstadt verhindert und eine Rakete sowie einen Raketenwerfer beschlagnahmt.

Im Irak sind in der Nacht auf Sonntag erneut gezielte Raketenangriffe auf US-Einrichtungen verübt worden. Eine Katjuscha-Rakete sei auf die Grüne Zone in Bagdad abgefeuert worden, erklärte die irakische Armee. Außerdem hätten die Streitkräfte einen Angriff auf den auch von den USA genutzten Stützpunkt Taji nördlich der Hauptstadt verhindert und eine Rakete sowie einen Raketenwerfer beschlagnahmt.

Die auf die Grüne Zone abgefeuerte Rakete sei in der Nähe eines Hauses eingeschlagen. Dabei wurde nach Angaben des Militärs ein Kind verletzt. In der Grünen Zone befindet sich unter anderem die US-Botschaft im Irak. Vor rund einer Woche hatten irakische Sicherheitskräfte mehr als ein Dutzend pro-iranische Kämpfer wegen Raketenangriffen auf US-Einrichtungen vorübergehend festgenommen.

Die US-Regierung hatte starken Druck auf Bagdad ausgeübt, entschlossener gegen die Attacken vorzugehen. Die mehr als 30 Raketenangriffe seit Oktober richteten sich gegen Militärstützpunkte, die US-Botschaft und US-Ölfirmen. Bei einem Angriff im März auf die von den USA und Großbritannien genutzte Militärbasis Taji wurden zwei US-Bürger und eine britische Soldatin getötet.

Die Beziehungen zwischen dem Irak und den USA haben sich seit dem Amtsantritt von Ministerpräsident Mustafa al-Kadhimi Anfang Mai teilweise entspannt. Der frühere Geheimdienstchef gilt als USA-freundlich und pflegt enge Kontakte nach Washington. Mitte Juni vereinbarten die beiden Regierungen, dass die US-Truppenpräsenz im Irak in den kommenden Monaten reduziert werden soll. Im Land sind derzeit noch rund 5.200 US-Soldaten stationiert.

Anfang des Jahres hatten sich die Spannungen zwischen Washington und Bagdad noch massiv verschärft, nachdem die USA bei einem Drohnenangriff nahe Bagdad den iranischen General Qassem Soleimani sowie einen irakischen Milizenchef getötet hatten. Das irakische Parlament forderte daraufhin den Abzug aller US-Soldaten aus dem Land.

Quelle: Agenturen