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Drei Tote bei russischem Angriff in Saporischschja

29. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Im Südosten der Ukraine sind bei einem russischen Drohnenangriff drei Menschen getötet worden, wie die Behörden in der Region Saporischschja am Donnerstag mitteilen. Ein Privatwohnhaus sei zerstört worden, mehrere Gebäude beschädigt. Insgesamt habe Russland in den vergangenen 24 Stunden 841 Angriffe gestartet auf 34 Ortschaften in der Region, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland 105 Drohnen ein, davon seien 84 zerstört worden.

Die russischen Truppen nahmen indes nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau eine weitere Ortschaft im Norden der Ukraine ein. Das Dorf Bila Beresa in der Region Sumy stehe unter russischer Kontrolle. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Berichte über das Kampfgeschehen nicht. Die Region Sumy liegt nordöstlich der Hauptstadt und gleichnamigen Region Kiew an der Grenze zu Russland. Sumy grenzt nicht an den umkämpften Donbass im Osten der Ukraine, der aus den Regionen Luhansk und Donezk besteht. Zwischen Sumy und Luhansk befindet sich die Region Charkiw.

Russland und die Ukraine tauschten indes einem Fernsehbericht zufolge die Leichen gefallener Soldaten aus. Die Ukraine habe die sterblichen Überreste von mehr als 1.000 Soldaten erhalten, berichtete der staatliche russische Sender RT. Im Gegenzug habe die Ukraine 38 getötete russische Soldaten übergeben. Unabhängig überprüfen lässt sich der Bericht nicht. Keine der beiden Kriegsparteien macht konkrete Angaben über die Zahl ihrer verletzten oder getöteten Soldaten.

Deutschland übergibt in Kiew zwei mobile Heizkraftwerke

Deutschland stockt indes seine Winterhilfe für die Ukraine angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Strom- und Wärmeinfrastruktur des Landes um weitere 15 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro auf. Das Geld komme zu den im Dezember bereitgestellten Mitteln von 70 Millionen Euro für die dezentrale Energie- und Wärmeversorgung hinzu, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit.

Die in der Hauptstadt Kiew übergebenen beiden Blockheizkraftwerke seien die erste Lieferung aus diesem Paket. Weitere Blockheizkraftwerke, Generatoren, modulare Kesselanlagen, Pelletheizanlagen und Batteriesysteme sollten folgen. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan erklärte, Russland erschwere mit seinen Angriffen das Leben in der Ukraine und setze darauf, dass viele Menschen die Flucht ergreifen. "Wir setzen auf die Widerstandskraft des ukrainischen Volkes und stehen an seiner Seite."

Mit den beiden Heizkraftwerken würden 86.000 Menschen, fünf Krankenhäuser, 25 Kindergärten, 13 Schulen und fast 200 Verwaltungsgebäude mit Strom und Wärme versorgt. Dies sei "Hilfe, die direkt ankommt und wirkt, wo sie am nötigsten gebraucht wird".

Zusammenfassung
  • Bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Saporischschja wurden drei Menschen getötet, ein Wohnhaus zerstört und mehrere Gebäude beschädigt.
  • Russland führte in den letzten 24 Stunden 841 Angriffe auf 34 Ortschaften in Saporischschja durch und setzte dabei 105 Drohnen ein, von denen 84 abgeschossen wurden.
  • Deutschland erhöht seine Winterhilfe für die Ukraine auf 85 Millionen Euro und hat in Kiew zwei mobile Heizkraftwerke übergeben, die 86.000 Menschen sowie zahlreiche öffentliche Einrichtungen mit Strom und Wärme versorgen.