Trump: Wilde Verschwörungstheorien und Angst vor einem weiteren Mob

12. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Nach der Hausdurchsuchung bei Donald Trump, wird wild spekuliert. Seine Anhänger verbreiten Verschwörungstheorien, auf Regierungsseite befürchtet man, Trump habe die Dokumente für spätere Erpressungsversuche widerrechtlich mitgenommen. In Washington, so erklärt der stellvertretende Chefredakteur der "Wiener Zeitung", fürchte man auch einen weiteren Mob.

US-Justizminister Merrick Garland beschloss, die Hausdurchsuchungsbefehle für Ex-US-Präsident Donald Trump öffentlich zu machen. Die Trump-Anhägerschaft würde bereits "alle möglichen Verschwörungstheorien verbreiten", erklärt der stellvertretende Chefredakteur der "Wiener Zeitung", dem wolle man im Interesse der Öffentlichkeit entgegentreten. Seifert glaubt allerdings nicht, dass die Veröffentlichung reiche, um Trump-Fans zu beruhigen. 

Oberste Geheimhaltungsstufe: Dokumente "extrem brisant"

Gesucht wurden Dokumenten über Atomwaffen, es werde aber sicher nicht in den Hausdurchsuchungsbefehlen stehen, was genau in diesen Unterlagen steht. Gesucht worden seien nicht nur Dokumente die als streng geheim, also "top secret", klassifiziert seien, sondern auch welche mit der Geheimhaltungsstufe darüber. Diese seien nur für den "aller innersten Kreis" um den Präsidenten bestimmt. "Das deutet schon drauf hin, dass diese Dokumente extrem brisant sind", so Seifert. 

Trumps Gründe: Absicherung, Erpressung oder schlicht vergessen? 

Trump habe Dokumente mit äußerster Geheimhaltungsstufe mitgenommen und "flapsig gesagt (...) unter sein Bett in Mar-a-Lago in diesem Luxusanwesen" gestellt. Da sei es kein Wunder, dass die Besorgnis groß sei. Die Frage stelle sich natürlich, warum der Ex-Präsident das tue. Nun werde wild spekuliert: Könne Trump das getan haben, um sich abzusichern? Oder um zu drohen, sie im Zweifelsfall an jemanden zu übergeben oder öffentlich zu machen? Es könne natürlich auch sein, dass die Dokumente einfach vergessen wurden. Es sei jedenfalls "ein ungeheuerlicher Vorgang" und politisch äußerst brisant. 

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Angst vor weiterem Mob

Es sei schwer, gegen Trump vorzugehen, denn der brauche laut Seifert nur mit dem "Finger schnipsen", und schon seien seine Anhänger bereit, vorzugehen, ohne überhaupt einen Befehl dafür zu bekommen. Ein Beispiel dafür sei der Bewaffnete, der am Donnerstag in Ohio erschossen wurde. Er versuchte, ins FBI-Gebäude in Cincinnati einzudringen. Man habe in Washington sicher auch Angst vor einem Mob, den Trump - wie beim Sturm aufs Kapitol - heraufbeschwören könnte. Auch als Ex-Präsident treibe er "weiter sein Unwesen". Und es sei "nicht völlig ausgeschlossen", dass Trump wieder Präsident werde. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam