Matznetter: Doskozil "gehört eingebunden"

10. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Der NÖ-Wahlkampf der SPÖ ist von einer Führungsdebatte überschattet. Im Newsroom LIVE spricht der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Christoph Matznetter über die Turbulenzen innerhalb seiner Partei - und äußert scharfe Kritik an der Regierung.

Die Führungsdebatte in der SPÖ kommt nicht zur Ruhe. Im Kampf zwischen Anhänger:innen von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bleiben Inhalte auf der Strecke. Das erkennt auch der langjährige SPÖ-Politiker Christoph Matznetter im Gespräch mit PULS 24 Anchor Thomas Mohr an. "Je uneinheitlicher eine Partei auftritt, umso schlechter wird sie von den Wähler:innen in ihrem Führungsanspruch akzeptiert", so der Politiker.

Rückendeckung für Rendi-Wagner

Matznetter sieht die derzeitige SPÖ-Chefin jedoch fest im Sattel. Sie sei zweimal intern wiedergewählt worden und es habe keine Gegenkandidat:innen gegeben. "Ich habe nicht erlebt, dass jemand aufgestanden wäre und gesagt hätte: "Wir wollen die nicht, wir wollen wen anderen", so der Abgeordnete. 

Dass Rendi-Wagners parteiinterner Kritiker Doskozil im Niederösterreich-Wahlkampf aufgetreten sei, bewertet Matznetter nicht negativ. Er sei nicht dafür, "verbrannt Erde" zu hinterlassen und aufzuhören "miteinander zu reden". Stattdessen möchte Doskozil weiter "einzubinden".

 

Scharfe Kritik an den Grünen

Werner Kogler äußerte zuletzt in einem "Presse"-Interview, dass Klimaschutz mit der ÖVP leichter durchzusetzen wäre als mit der SPÖ. Das will Matznetter nicht stehen lassen. Es könne "nicht schwieriger sein, als nix zusammenzubringen" erklärt er in Bezug auf das ausbleibende Klimaschutzgesetz und die fehlende Verordnung für den Ausbau von Ökostrom. 

Die Grünen "beschließen laufend Maßnahmen, die gegen ihre Grundsätze sind", so der SPÖ-Politiker. Das sei "grüne Tradition" - in Deutschland würden die Grünen schließlich Waffen nach Saudi-Arabien liefern. "Wenn die Grünen bereit sind, so viel aufzugeben und den Anstand aus dem Land zu jagen, dann brauchen sie nicht mit solchen Äußerungen kommen, nur um die ÖVP zufriedenzustellen." Nach drei Jahren "buckeln" sei es nun genug, resümiert er.

Quelle: Redaktion / mbe