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China-Flüge: Rom, London, Madrid verlangen Tests, Österreich nicht

30. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Immer mehr Staaten führen verpflichtende Corona-Tests für Reisende aus der Volksrepublik ein. Das österreichische Gesundheitsministerium plant hingegen keine Testpflicht.

Angesichts der aktuellen Corona-Infektionswelle in China verschärfen weitere Länder ihre Kontrollen für Einreisende aus der Volksrepublik. Auch Spanien, Frankreich, Großbritannien und Südkorea kündigten am Freitag Testpflichten an. Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach hält das aktuell für "noch nicht notwendig", auch in Österreich ist laut Gesundheitsministerium derzeit keine Testpflicht geplant.

Mega-Welle im Dezember

Nach fast drei Jahren strikter Vorkehrungen hatte Chinas Führung am 7. Dezember abrupt ein Ende seiner Null-Corona-Politik verkündet. Nach offiziell unbestätigten internen Schätzungen haben sich allein in den ersten drei Dezemberwochen 248 Millionen Menschen oder 18 Prozent der Bevölkerung infiziert. Wissenschafter warnen, die Corona-Welle könnte neue Varianten hervorbringen, die dann ihren Weg in andere Länder finden würden.

Ringen um europäische Strategie

Die EU hatte dazu am Donnerstag beraten. Anschließend rief EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides die Staaten zunächst dazu auf, ihre nationalen Überwachungsmaßnahmen des Virus zu überprüfen und gegebenenfalls wieder hochzufahren. Voraussichtlich kommende Woche soll es ein Krisentreffen geben.

Auch Lauterbach hält eine koordinierte europaweite Lösung für wichtig. "Wir brauchen ein sehr genaues "Varianten-Monitoring", denn diese Varianten-Überwachung können wir nicht zuverlässig aus China abrufen", sagte der deutsche Minister. "Hier könnte auch die gezielte Überprüfung beispielsweise von einzelnen Flugzeugen eine Rolle spielen, das wird vorbereitet." Es gebe aber keinen Anlass für "Antigen-Tests auf Routine-Basis".

Auch Spanien testet

Italien, die USA und Indien hatten bereits Beschränkungen für China-Reisende eingeführt oder angekündigt. Auch Spaniens Gesundheitsministerin Carolina Darias kündigte am Freitag an, Reisende aus der Volksrepublik müssten bei der Einreise einen Corona-Test vorlegen oder eine vollständige Impfung nachweisen. Ab wann war zunächst unklar. In Frankreich werde es zusätzlich zur Pflicht, einen negativen Corona-Test bei der Einreise vorzulegen, Stichproben-Tests bei Ankömmlingen aus China geben, teilte die Regierung in Paris am Freitagabend mit.

Auch die Regierung in London entschied sich zur Einführung der Corona-Testpflicht für China-Reisende. Einreisende aus dem Reich der Mitte müssten ab dem 5. Jänner einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden sei, teilte die britische Regierung mit.

In Südkorea müssen sich ab Montag alle aus dem Nachbarland eingetroffenen Menschen innerhalb eines Tages nach Einreise einem PCR-Test unterziehen. Zudem müssen ab nächstem Donnerstag alle, die aus China einreisen wollen, einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Japan bremst Chinas Reise-Boom

Japan verlangte ab Freitag von allen Reisenden aus China, sich bei der Einreise auf Corona testen zu lassen. Fällt der Test positiv aus, müssen sich die Betroffenen sieben Tage lang in speziellen Unterkünften in Isolation begeben. Direktflüge aus China werden auf vier japanische Flughäfen einschließlich Narita und Haneda unweit von Tokio beschränkt.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, zeigte Verständnis für das Vorgehen der Länder, weil "umfassende Informationen aus China" fehlten.

Quelle: Agenturen / Redaktion / kap