Brände nach russischen Angriffen auf Hafenanlagen in Odessa
Der ukrainische Seekorridor sei trotz der Angriffe weiterhin betriebsbereit, so Kuleba. Über die Strecke im Schwarzen Meer wird trotz des Kriegs wichtige Fracht transportiert, darunter viel Getreide.
Unter Vermittlung der IAEA ist am Freitag eine lokale Feuerpause am ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja in Kraft getreten. Ziel sei die Wiederherstellung der 330-Kilovolt-Reserveleitung, teilte die UNO-Behörde mit. Derzeit liefen Entminungsarbeiten, um den Reparaturteams einen sicheren Zugang zu ermöglichen. Zuvor hatte bereits die russische Kraftwerksleitung die Feuerpause gemeldet und erklärt, die Reparatur werde mindestens eine Woche dauern. Die Strahlungswerte seien normal.
Das größte Atomkraftwerk Europas steht seit kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom, ist aber auf externe Energie angewiesen, um das nukleare Material zu kühlen und einen Unfall zu verhindern. Moskau und Kiew werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, die Sicherheit der Anlage durch Angriffe in der Nähe zu gefährden. Die Frage der künftigen Kontrolle über das Kraftwerk gilt als einer der Streitpunkte bei den schleppenden, von den USA vermittelten Friedensgesprächen, die im kommenden Monat fortgesetzt werden sollen.
Zusammenfassung
- Russische Angriffe auf Hafenanlagen in Odessa führten in der Nacht auf Freitag zu Bränden und beschädigten Lagerhäuser, Lebensmittelcontainer sowie Geräte.
- Trotz der Angriffe bleibt der ukrainische Seekorridor im Schwarzen Meer betriebsbereit und ermöglicht weiterhin den Transport wichtiger Fracht, darunter Getreide.
- Am von Russland kontrollierten Atomkraftwerk Saporischschja trat unter Vermittlung der IAEA eine lokale Feuerpause in Kraft, um die 330-Kilovolt-Reserveleitung zu reparieren; die Strahlungswerte sind laut Angaben normal.
