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Bill Clinton sagt in Epstein-Affäre vor US-Kongress aus

Heute, 20:30 · Lesedauer 1 min

Ex-US-Präsident Bill Clinton soll am Freitag zum Skandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vor dem US-Parlament aussagen. Dort wird der Fall politisch aufgearbeitet. Der 79-Jährige kannte den 2019 gestorbenen Finanzier aus New York, der einen Missbrauchsring betrieben hatte. Sein Name und Bilder von ihm tauchen in Dokumenten zu den Epstein-Ermittlungen auf. Ein Fehlverhalten im Zusammenhang mit seiner Bekanntschaft zu Epstein hatte Clinton aber wiederholt bestritten.

Am Donnerstag sagte bereits seine Frau, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, vor dem US-Parlament aus. Sie und Bill Clinton hatten zuvor monatelang eine Aussage verweigert. Die Demokraten warfen dem republikanischen Vorsitzenden des zuständigen Aufsichtsausschusses des Repräsentantenhauses, James Comer, vor, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben. Dass sie doch einer Aussage zustimmten, führte US-Medienberichten zufolge dazu, dass die Republikaner eine Abstimmung über ein Verfahren wegen Missachtung des Kongresses gegen die Clintons absagten.

Epstein betrieb jahrelang einen Missbrauchsring, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Der New Yorker Finanzier hatte beste Kontakte in die High Society der USA und vieler anderer Länder. Er starb 2019 in seiner Gefängniszelle.

Zusammenfassung
  • Ex-US-Präsident Bill Clinton (79) sagt am Freitag im US-Kongress zum Skandal um den 2019 verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aus.
  • Sowohl Bill als auch Hillary Clinton hatten monatelang eine Aussage verweigert, bevor sie nun vor dem Parlament erschienen und damit ein Verfahren wegen Missachtung des Kongresses abwendeten.
  • Jeffrey Epstein betrieb über Jahre einen Missbrauchsring mit Dutzenden Opfern, darunter viele Minderjährige, und pflegte enge Kontakte zur internationalen High Society.