Ausreisetestpflicht in Vorarlberger und Salzburger Gemeinden

19. Apr 2021 · Lesedauer 3 min

Ab Mittwoch gilt für den Bregenzerwald in Vorarlberg eine Ausreisetestpflicht. Das verkündete die Landesregierung. Das selbe gilt für das Großarltal, Hüttschlag und Straßwalchen in Salzburg. Eine Ausreise wird dann nur mehr mit einem negativen Corona-Test möglich sein. Die Maßnahme gilt vorerst für eine Woche.

In der Vorarlberger Talschaft Bregenzerwald gilt beginnend ab Mittwoch eine Ausreisetestpflicht. Sie wird für mindestens sieben Tage aufrechterhalten. Das hat Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Montag bekanntgegeben. Die Infektionszahlen sind in einzelnen Gemeinden des Bregenzerwalds zuletzt in die Höhe geschnellt, Auslöser waren private Treffen. "Alles kein Grund zur Beunruhigung", versicherte Wallner. Man wolle den Vorarlberger Weg konsequent fortsetzen.

Im mittleren Bregenzerwald lag die Sieben-Tages-Inzidenz nach Angaben von Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher bei mittlerweile 575 (Vorarlberg: 172), und das bei steigender Tendenz. Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) richtete einen Appell an die Beevölkerung: "Lassen Sie sich testen!" Die Ausreisetestpflicht ziele darauf ab, dass Vorarlberg seinen Status als Modellregion behalten könne.

Um aus dem Bregenzerwald ausreisen zu dürfen, muss ab Mittwoch entweder ein negativer PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder ein negativer Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorgewiesen werden.

Beschränkungen für drei Salzburger Gemeinden

Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen hat auch das Land Salzburg für die Gemeinden Großarl und Hüttschlag im Großarltal (Pongau) und für Straßwalchen (Flachgau) eine Ausreisebeschränkung bis 2. Mai, 24.00 Uhr verfügt. Die verpflichtenden Ausfahrtests gelten für das Großarltal ab Mittwoch, 21. April, 6.00 Uhr und für Straßwalchen ab Donnerstag, 22. April, 6.00 Uhr. Die Ausfahrtskontrollen übernimmt die Polizei und das Bundesheer.

Mit Stand von heute, Montag, 8.30 Uhr wies Straßwalchen eine Sieben-Tages-Inzidenz von 645 auf. In den Gemeinden Großarl und Hüttschlag betrug die Sieben-Tages-Inzidenz 700, wobei Großarl einen Wert von 714 und Hüttschlag einen Wert von 658 hatte. "Man sieht einfach deutlich, dass diese drei Gemeinden ein sehr dynamisches Infektionsgeschehen aufweisen", erläuterte der Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp, in einer Aussendung des Landes Salzburg.

Personen ab 15 Jahren müssen beim Verlassen dieser drei Gemeinden entweder einen PCR- oder einen Antigen-Schnelltest vorweisen. Von der Testpflicht ausgenommen sind unter anderen der Güterverkehr, Durchreisende ohne Zwischenstopp und Personen, die in den vergangenen sechs Monaten eine Covid-19-Infektion durchgemacht haben und diese mittels ärztlicher Bestätigung nachweisen können. Aufgrund der neuen Situation werden in Großarl und in Straßwalchen fixe Teststationen eingerichtet.

Wallner zeigt sich optimistisch

Wie im Leiblachtal werde man genügend Testmöglichkeiten zur Verfügung stellen, wurde betont. Etwa 7.000 Personen pendeln täglich vom Bregenzerwald ins Rheintal, etwa 1.500 Personen in die Gegenrichtung. Wallner zeigte sich optimistisch, dass innerhalb weniger Tage eine deutliche Verbesserung der Situation eintreten könne. Als Hotspots galten Lingenau (25 Fälle bei 1.535 Einwohnern), Schwarzenberg (21 Fälle bei 1.826 Einwohnern), Andelsbuch (27 Fälle bei 2.634 Einwohnern), Alberschwende (21 Fälle bei 3.233 Einwohnern) und Egg (23 Fälle bei 3.610 Einwohnern).

Landesrat Christian Gantner (ÖVP) unterstrich, dass es - wie bei der Ausreisetestpflicht im Leiblachtal Ende März - genügend Testmöglichkeiten geben werde, um die Situation gut bewältigen zu können. Man werde im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg eine zusätzliche Teststation einrichten, die in der Lage sei, bis zu 10.000 Tests innerhalb von zwei Tagen durchzuführen. An den neun Verbindungsstraßen in den Bregenzerwald werden an drei Stellen Kontrollpunkte rund um die Uhr eingerichtet: beim Achraintunnel, der Bödelstraße und in Langen bei Bregenz. Gesperrt werden die L14 bei Buch und die L15 bei Farnach, die Wintersperren zwischen Lech und Warth sowie beim Furkajoch bleiben aufrecht.

Angela PerkonigQuelle: Agenturen / Redaktion / pea