Babler: Waldhäusls "Radikalität nicht zu packen"

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Traiskirchens SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler will die SPÖ in Niederösterreich basisdemokratischer machen und erklärt, warum er mit seinem neuen Landesparteichef nicht tauschen will. Die FPÖ sei "zu radikal", kritisiert er. Zusammenarbeit müsse es aber trotzdem geben.

Die SPÖ fuhr in Niederösterreich bei der Landtagswahl ihr historisch schlechtestes Ergebnis ein. Kurz nach der Wahl wurde Franz Schnabl als SPÖ-Chef durch AMS-Chef Sven Hergovich abgelöst, noch bevor die Vorzugsstimmen fertig ausgezählt waren. Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler bekam 21.247.

Dass Hergovich sein neuer Parteichef wird, habe er aber "voll unterstützt" sagt Babler im PULS 24 Interview. "Der Sven hat eine wahnsinnig gute Kompetenz", lobt Babler. Der Arbeitsmarkt sei eine der Kernaufgaben der Sozialdemokratie und Hergovich habe auch "Innovationskraft". "Endlich jemand, der in diesem Punkt Tiefgang hat", bescheinigt der Traiskirchner, der sagt, er könne mit seinem neuen Chef gut im Team zusammenarbeiten.  

Babler will mit Hergovich nicht tauschen

Es ehre ihn, so Babler, wenn er selbst als Landesparteivorsitzender im Gespräch sei, aber das sei ein 40-Stunden-Job und er wolle unbedingt Stadtchef in Traiskirchen bleiben. Es sei kein einfacher Job, den Hergovich übernehme und er wolle "nicht tauschen mit ihm". "Eine bessere Lösung hätte es nicht geben können bei uns." 

FPÖ "zu radikal" 

Für Hergovich sei die FPÖ in Niederösterreich "zu radikal und zu hart" und Landesrat Waldhäusls "Radikalität nicht zu packen", spricht Babler für seinen Parteichef. "Rot-Blau ist eh Geschichte", sagt der Bürgermeister, das brauche man nicht hochspielen. Es sei aber möglich, mit allen zu verhandeln, wenn es um Arbeitsschwerpunkte gehe, auch mit der FPÖ.

Mehr Basisdemokratie für SPÖ

Babler ist nun auch Vorsitzender der SPÖ-Reformkommission. Hergovich und ihm gehe es darum, die Partei zu "entkrusten" und "nicht als Partei zu sehen sondern in die Bewegung zu bringen". Seit Jahrzehnten sei die SPÖ dafür bekannt, zu strukturkonservativ zu sein. Babler will, dass die SPÖ basisdemokratischer wird. Es gebe "eine wahnsinnige Zahl" an Ortsfunktionären und -organisationen, die sich bereits gemeldet hätten, um mitzugestalten. "Ein wahnsinniges Potential, das wir nicht liegen lassen dürfen." 

ribbon Zusammenfassung
  • Traiskirchens SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler will die SPÖ in Niederösterreich basisdemokratischer machen und erklärt, warum er mit seinem neuen Landesparteichef nicht tauschen will.
  • Die FPÖ sei "zu radikal", kritisiert er. Zusammenarbeit müsse es aber trotzdem geben.