Babler schockiert über Unfähigkeit: Schulpolitik "grob fahrlässig"

06. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Bildungsminister habe ein Problem mit wissenschaftlichen Fakten. Traiskirchens Bürgermeister Andreas Babler spricht Polaschek jegliche Corona-Führungskompetenz ab - zulasten von Pädagog:innen und Kindern.

Andreas Babler, SPÖ-Bürgermeister von Traiskirchen, äußert im PULS 24 Interview den Verdacht, dass es eine rein populistische Maßnahme der Regierung sei, Corona-Kranke ohne Symptome mit Maske in die Schulen zu lassen. Symptomlose würden sowieso nicht testen gehen, vor allem, weil der Zugang zu Tests zunehmend schwieriger sei. Es sei "gr0b fahrlässig, wenn mein Kind in eine Situation kommt, dass es sich anstecken könnte". 

"Schockiert" über Unfähigkeit

"All das, was man nach 2,5 Jahren wissenschaftlich gesichert weiß, wird von einem Bildungsminister negiert", kritisiert Babler Martin Polaschek und spricht ihm Führungskompetenz ab. Der Minister schöpfe nicht einmal leicht organisierbare Mittel aus, um den Schulbetrieb sicherer zu machen. Außerdem würden seine Aussagen darauf hindeuten, dass der Minister "leicht ein Problem mit wissenschaftlichen Aussagen" habe. Babler ist "schockiert" über "die Unfähigkeit und fehlende Wertschätzung gegenüber Bildungseinrichtungen in diesem Land". 

Tests sind "das Mindeste"

Bei ihm in Traiskirchen würde Babler wieder Testmöglichkeiten zur Verfügung stellen, "weil Pädagog:innen das wollen". Es sei "das Mindeste, die Infrastruktur zur Verfügung zu stellen". "Wir probieren wirklich alles und haben selber das Geld in die Hand genommen", das müsse es wert sein. 

"Jedes Promille, jedes Prozent weniger Konzentration an Viren in der Schulklasse, im Kindergartenraum ist ein Stück mehr Sicherheit und verhindert viele Infektionen", sagt Babler. Mit Raumlüftsensoren könne man zielgerichtet lüften, ohne dass die Kinder in den Klassen frieren müssen. 

Keine großen Cluster in Traiskirchen

Bablers Konzept dürfte erfolgreich sein: "Ich möchte es nicht verschreien, aber ich bin durchgekommen ohne einen größeren Schulcluster in einer großen Schulstadt wie Traiskirchen."

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam