APA/DANIEL GOTTSCHLING

Van der Bellen sichert kasachisches Öl

20. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Bundespräsident Alexander Van der Bellen traf bei der 77. UN-Vollversammlung mit seine Amtskollegen aus Kasachstan und der Republik Moldau.

Nach der Eröffnung der Generaldebatte der 77. UN-Vollversammlung ist Bundespräsident Alexander Van der Bellen Dienstag Mittag (Ortszeit) mit seinem Amtskollegen aus Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, und der moldauischen Präsidentin Maia Sandu zusammengekommen. Beide Länder stehen als Nachbarn Russlands aktuell durch den Ukraine-Krieg im geopolitischen Fokus.

Beratungen zur Versorgungssicherheit

"Kasachstan ist der größte Öllieferant Österreichs - so haben wir uns heute neben Möglichkeiten der Konfliktlösung im Ukraine-Krieg auch intensiv darüber unterhalten, wie wir die Versorgungssicherheit aufrecht erhalten können", ließ Van der Bellen im Anschluss an sein Gespräch mit Tokajew wissen.

Österreich pflege eine gute Beziehung zu Kasachstan, "vor allem im Wirtschaftsbereich", so Van der Bellen. "Das haben Präsident Tokajew und ich bei unserem Gespräch erneut bekräftigt." Der zentralasiatische Staat liegt am Kaspischen Meer. Die Grenze zu Russland ist die einzige Nordgrenze des Landes und über 7.600 Kilometer lang.

"Ungebrochene Unterstützung" für Moldau

Nach dem Treffen mit Sandu hielt der Bundespräsident fest: "Die Republik Moldau kann sich weiterhin der ungebrochenen Unterstützung und Solidarität Österreichs in der derzeit herausfordernden Situation angesichts der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sicher sein."

Moldau sei als Nachbarland ja besonders stark von den Auswirkungen der russischen Aggression in der Ukraine betroffen. "Wir tun als europäischer Nachbar weiterhin, was wir können, um unterstützend zur Seite zu stehen. Zusammenhalt ist aktuell wichtiger denn je", versprach Van der Bellen.

Zuvor hatte der Bundespräsident gemeinsam mit Bundeskanzler Karl Nehammer und Außenminister Schallenberg (beide ÖVP) an der Eröffnung der UNO-Generaldebatte teilgenommen. Nehammer und Schallenberg absolvieren am Dienstag auch zahlreiche bilaterale Termine. Am Mittwoch sind alle drei bei UNO-Generalsekretär António Guterres zu Gast.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp