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Al-Sharaa und Trump sprachen über Rechte von Kurden

Heute, 02:00 · Lesedauer 2 min

Nach Kämpfen zwischen der syrischen Armee und der kurdisch dominierten Miliz Demokratische Kräfte Syriens (SDF) in den vergangenen Tagen hat Syriens Präsident Ahmed al-Sharaa mit US-Präsident Donald Trump über die Rechte der Kurden in Syrien gesprochen. In einem Telefonat hätten die zwei Staatschefs "die Notwendigkeit, die Rechte und den Schutz des kurdischen Volkes im Rahmen des syrischen Staates zu gewährleisten", betont, erklärte die syrische Präsidentschaft am Montag.

Trump und al-Sharaa unterstrichen Damaskus zufolge in ihrem Gespräch "die Bedeutung der Wahrung der Einheit und Unabhängigkeit des syrischen Staatsgebiets". Zudem hätten sie die Zusammenarbeit zwischen den USA und Syrien bei der Bekämpfung der jihadistischen Miliz "Islamischer Staat" (IS) besprochen.

In den vergangenen Tagen hatten syrische Regierungstruppen bei einer Offensive im Norden und Osten des Landes kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben, darunter zwei Stadtviertel der nordsyrischen Großstadt Aleppo. Am Sonntag stellte al-Sharaa ein Abkommen zwischen dem syrischen Zentralstaat und der SDF vor. Die Vereinbarung sieht die Übergabe der bisher kurdisch kontrollierten Provinzen Deir ez-Zor und Raqqa an die Zentralregierung vor, in denen die Bevölkerungsmehrheit aus Arabern besteht. Am Montag rückte die syrische Armee in Teile von Deir ez-Zor vor.

Al-Sharaa traf indes den SDF-Anführer Mazloum Abdi, um über das Abkommen zu beraten. Das Gespräch verlief jedoch nicht positiv, wie ein mit den Vorgängen vertrauter kurdischer Vertreter der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Demnach bestanden Differenzen zwischen al-Sharaa und Abdi bezüglich des "Mechanismus zur Umsetzung der Vertragsbedingungen".

Trotz des Abkommens meldeten sowohl die syrische Armee als auch kurdische Kräfte zudem weitere Kämpfe. In der Stadt Raqqa berichtete ein AFP-Reporter, heftigen Beschuss gehört zu haben. Die Armee schrieb von drei getöteten und weiteren verletzten Soldaten bei Auseinandersetzungen, machte aber zunächst keine Angaben zum Ort der Kämpfe. Später verlautete aus Kreisen des syrischen Verteidigungsministeriums, dass die Kämpfe geendet hätten.

Die kurdischen Kämpfer warfen der Armee vor, ihre Angriffe "trotz des Waffenstillstands fortzuführen". Demnach beschoss die Armee das Gefängnis al-Akttan, in dem sich Mitglieder des IS befinden, "um es zu stürmen".

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte indes ein "sofortiges" Ende jeglicher militärischer Aktivitäten.

Zusammenfassung
  • Syriens Präsident Ahmed al-Sharaa und US-Präsident Donald Trump betonten am Montag in einem Telefonat die Notwendigkeit, die Rechte und den Schutz der Kurden im Rahmen des syrischen Staates zu gewährleisten.
  • Nach einer Offensive der syrischen Armee wurden kurdische Kämpfer aus mehreren Gebieten, darunter zwei Stadtviertel von Aleppo, vertrieben und ein Abkommen zur Übergabe der Provinzen Deir ez-Zor und Raqqa an die Zentralregierung vorgestellt.
  • Trotz des Abkommens kam es zu weiteren Kämpfen mit mindestens drei getöteten Soldaten, während die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ein sofortiges Ende aller militärischen Aktivitäten forderte.