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Jeunesse entbindet beide Vorständinnen von Aufgaben

17. Juli 2020 · Lesedauer 2 min

Erst am 16. März hatte Madeleine Landlinger als Karenzvertretung die künstlerische Leitung der Jeunesse, einem der größten Musikveranstalter des Landes, übernommen - just zum Ausbrechen der Coronakrise, die auch die Jeunesse mit voller Wucht traf. Nun wurde Landlinger wie auch die kaufmännische Geschäftsführerin Alexandra Jachim vom Verein von ihren Aufgaben entbunden, hieß es gegenüber der APA.

"In dieser heiklen Phase übernimmt der Vereinsvorstand die Leitungsagenden", teilte der Veranstalter am Freitag mit. Bereits Anfang Juni hatte der nun entbundene Vorstand bekanntgegeben, dass man wegen der aktuellen Krise das bisherige Geschäftsmodell nicht aufrechterhalten könne. Angesichts der Finanzlage hatte man angekündigt, die Aktivitäten in der neuen Saison nun auf Wien zu konzentrieren. Das Angebot der Kinderkonzerte sollte nicht aufrecht bleiben und die Abendkonzerte in Wien auf rund 60 reduziert werden.

Diese Pläne wurde nun wieder geändert. "Nach intensiven und konstruktiven Gesprächen mit Subventionsgebern und Partnern wird die Jeunesse die bundesweiten Aktivitäten vorsichtig optimistisch fortsetzen", hieß es. Dies sei einerseits der erfolgten Freigabe der Bundesmittel für gemeinnützige Vereine zu verdanken, andererseits auch dem treuen Publikum und dem Hauptsponsor Erste Bank. Die Planungen für die genauen Programme in den Regionen nehme man nun wieder auf und werde diese im Herbst veröffentlichen.

Schließlich wolle man vor allem den Nachwuchs in der akuten Coronapandemie weiter unterstützen, auch wenn die Jeunesse mit ihrem hohen Eigendeckungsgrad von 65 Prozent von der Lage besonders getroffen sei. "Auch wenn wir uns in der Bewältigung der aktuellen Krise zu außergewöhnlichen Sparmaßnahmen gezwungen sehen, werden wir weiterhin junge Künstler*innen fördern und ihnen Auftritte ermöglichen", so Katharina Regner, Vereinsobfrau.

Quelle: Agenturen