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Countdown für die 94. Oscar-Gala am Sonntag hat begonnen

24. März 2022 · Lesedauer 3 min

Wenige Tage vor der Oscar-Gala ist traditionell der rote Teppich für Hollywoods größte Show ausgerollt worden. Den "Roll Out" verfolgten Dutzende Kamerateams und Fotografen. Gewöhnlich ist das Teppichareal ein stark befahrener Abschnitt des Hollywood Boulevards, der nun vorübergehend zur Flaniermeile wird. Knapp 100 Meter lang und gut zehn Meter breit bedeckt der Teppich die Straße.

Am Sonntag laufen dort die Stars und Oscargäste entlang zum Eingang des Dolby-Theaters, wo die Trophäen zum 94. Mal verliehen werden. Dutzende Helfer installieren bis dahin den berühmten Laufsteg, stutzen Kanten und verschweißen Nahtstellen, damit niemand stolpert. "Der Teppich muss flach liegen und straff gezogen werden, ohne Falten und Unebenheiten", erzählt der langjährige Oscar-Teppich-Verleger Rudy Morales.

Auch in diesem Jahr wird wieder ein durchsichtiges Plastikdach als möglicher Regenschutz über den Straßenabschnitt gespannt, bei derzeit sommerlichen Temperaturen von 30 Grad.

Im Vorjahr war die Preisverleihung wegen der Corona-Pandemie deutlich kleiner ausgefallen, auch der rote Teppich war auf ein Minimum beschränkt worden. Schauplatz war damals ein historisches Bahnhofsgebäude in Los Angeles mit nur wenigen Hundert Gästen.

Jetzt wird ein riesiges Staraufgebot erwartet, finden doch über 2.500 Zuschauer im Dolby Theatre bei Coronasitzbestuhlung Platz. Die Akademie hat in den letzten Wochen drei Dutzend prominente "Presenter" angekündigt, die in der Show beim Verteilen der Trophäen mitwirken, darunter Anthony Hopkins, Bill Murray, Uma Thurman, Lady Gaga, Mila Kunis und John Travolta.

Am Mittwoch kamen weitere neun Talente hinzu. Auch die Tennis-Größen Serena und Venus Williams, "West Side Story"-Star Rachel Zegler und Kollegen wie Josh Brolin, Jake Gyllenhaal und Jason Momoa sollen auf der Bühne stehen. Gastgeberinnen der 94. Academy Awards sind die Schauspielerinnen Amy Schumer, Regina Hall und Wanda Sykes.

Unter den Topfavoriten auf die Trophäen findet sich nicht zuletzt Jane Campions Westernmännerporträt "The Power of the Dog", der das Feld mit zwölf Nominierungen anführt. Wenn man den Wettbüros Glauben schenkt, holt die Coming-of-Age-Story "CODA" über einen hörenden Teenager in einer tauben Familie allerdings beim Rennen um die Trophäe als bester Film auf. "The Power of the Dog" konnte zuletzt etwa bei den British Academy Film Awards abräumen, während "CODA" bei den Producers Guild Awards und den Screen Actors Guild Awards erfolgreich war.

Jane Campion, die als erste Frau zum zweiten Mal in der Regiesparte im Rennen ist, dürfte laut Wettbüros auch das Rennen machen, während Will Smith weiterhin der Favorit bei den männlichen Hauptdarstellern mit seiner Rolle als Tennisvater von Venus and Serena Williams in "King Richard" ist. Bei den Darstellerinnen ist hingegen nach wie vor keine eindeutige Favoritin auszumachen, auch wenn derzeit Jessica Chastain in ihrem Part in "The Eyes of Tammy Faye" das Feld anführt. Und beim Auslandsoscar, der heuer ohne österreichischen Kandidaten auskommen muss, liegt der japanische Beitrag "Drive My Car" in Führung.

(S E R V I C E - www.oscars.org/)

Quelle: Agenturen