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AT-Alert in Vorarlberg und Tirol wegen Lawinengefahr

Heute, 09:51 · Lesedauer 2 min

In Vorarlberg ist am Sonntagvormittag wegen anhaltender hoher Lawinengefahr der AT-Alert ausgelöst worden. Vielerorts herrschte Lawinenwarnstufe vier von fünf, hieß es vom Lawinenwarndienst: Lawinen könnten nicht nur von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden, auch "Fernauslösungen und spontane Lawinen sind weiterhin zu erwarten". In Tirol wurde unterdessen der AT-Alert des Vortages nochmals um 24 Stunden verlängert.

Vor Aktivitäten abseits der gesicherten Bereiche wurde in beiden Bundesländern ausdrücklich gewarnt. Variantenabfahrten sollten vermieden und Infos über den Lawinenreport eingeholt werden.

Wieder freigegeben wurde unterdessen die L198, teilte die Polizei auf APA-Anfrage mit. Am Samstagnachmittag war eine Lawine auf der L198 zwischen Zürs und dem Flexenpass abgegangen, die Lawine hatte die Fahrbahn auf einer Länge von rund 30 Metern bis zu 1,20 Meter hoch verschüttet. Personen kamen aber nicht zu Schaden. Nach dem Lawinenabgang wurde beschlossen, die Straße ab 17.00 Uhr zu sperren. Die Sperre wurde Sonntagfrüh nach einer Begutachtung durch die Lawinenkommission aber wieder aufgehoben.

Am Sonntag zu Mittag wurde die Arlbergstraße (L197) zwischen Alpe Rauz und St. Christoph, also die Verbindung über den Arlberg, gesperrt. Grund war neuerlich ein Lawinenabgang. Ein Ausweichen war über den Arlbergtunnel möglich, teilte der ÖAMTC mit.

Wegen der nach wie vor hohen Lawinengefahr mit Stufe vier von fünf wurde zu Sonntagmittag nochmals der AT-Alert in Tirol ausgerufen. Der AT-Alert ist jeweils für 24 Stunden aktiv. Das heißt, dass die Warnnachricht nicht nur zum Zeitpunkt der Aktivierung an alle in den Funkzellen eingeloggten Geräte ergeht.

Auch bis zu 24 Stunden nach der Ausgabe erhalten neu eingeloggte Mobiltelefone im Warnbereich diese Meldung auf ihr Mobiltelefon, beispielsweise neu in Tirol ankommende Winterurlauber, wie das Land Tirol in einer Presseaussendung am Sonntag erklärte. Mit Ablauf der aktuellen Warnnachricht bzw. mit Ablauf dieser ersten 24 Stunden wird daher erneut mit der AT-Alert-Warnnachricht "Gefahreninformation" an die große Lawinengefahr erinnert.

Bundesheer verlängert Einsatz in Tirol

Ebenso verlängert wurde am Sonntag der Assistenzeinsatz des Bundesheeres, der ursprünglich bis Samstag, 18.00 Uhr angedacht gewesen wäre. Mit dem Mehrzweckhubschrauber AW169 wurden Erkundungsflüge in den Bereichen Außerfern durchgeführt. In weiterer Folge sind Aufklärungsflüge in Ischgl, im Kaunertal, in Nauders sowie im Inntal vorgesehen. Ziel sei weiterhin die Unterstützung der Lawinenkommissionen bei der Lagebeurteilung angesichts der anhaltend angespannten Lawinensituation, hieß es dazu vom Verteidigungsministerium am Sonntag in einer Presseaussendung.

Zusammenfassung
  • In Vorarlberg und Tirol wurde wegen anhaltender Lawinenwarnstufe vier von fünf der AT-Alert ausgelöst bzw. verlängert, wobei Lawinen nicht nur durch Wintersportler, sondern auch spontan oder aus der Ferne ausgelöst werden können.
  • Das Bundesheer verlängerte seinen Assistenzeinsatz in Tirol und unterstützt mit dem Mehrzweckhubschrauber AW169 die Lawinenkommissionen durch Erkundungs- und Aufklärungsflüge in mehreren Regionen.