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Frauenhass: Influencer Andrew Tate nun auch auf TikTok gesperrt

23. Aug. 2022 · Lesedauer 2 min

Auf den Plattformen Twitter, Instagram und Facebook ist der Influencer Andrew Tate wegen seiner sexistischen Aussagen bereits gesperrt. Nun zieht TikTok nach und blockiert auch dort seinen Account.

Andrew Tate hat sich in den letzten Monaten mit vor allem frauenfeindlichen und homophoben Sprüchen ein riesiges Online-Publikum aufgebaut. Genau wegen diesen Aussagen sperrten ihn die Meta Plattformen Facebook und Instagram kürzlich. Nun hat der Ex-Kickboxer auch zu seinem TikTok-Account keinen Zugang mehr.

Ein Sprecher der Plattform sagte gegenüber der "Washington Post", dass Tates Inhalte "angreifen, bedrohen und zur Gewalt aufrufen" und das gegen "Einzelpersonen und Gruppen".

Verbreitung von Tates Inhalten

Über 13 Milliarden Mal wurden Videos mit dem Hashtag #andrewtate bereits auf Tiktok gesehen. Von Aussagen wie "Meine Weiber reden nicht mit anderen Männern, mögen nicht andere Männer. Meine Weiber gehen nicht ohne mich in den Club, sie sind zu Hause", fühlen sich scheinbar vor allem junge Leute angezogen. 

Aber: Viele Videos stammen gar nicht von Tates Account. Fans verbreiten seine Inhalte auch als eigene Beiträge. Dagegen möchte TikTok ebenfalls vorgehen. Seit Wochen würde man Accounts löschen, die solche Inhalte verbreiten. 

Sperre von Twitter

Auf Instagram hatte Tate zum Zeitpunkt der Sperre 4,7 Millionen Follower:innen. Alle Meta-Accounts von ihm wurden wegen Verstößen gegen die Regeln zu "gefährlichen Organisationen oder Personen" entfernt.

2017 wurde er bereits vom Kurznachrichtendienst Twitter rausgeworfen, weil er sagte, dass Frauen "eine gewisse Verantwortung" für sexuelle Übergriffe haben würden.

Tate: Alles nur gespielt

Aufgefallen ist Tate das erste Mal im Jahr 2017, als er in der britischen Ausgabe von "Big Brother" zu sehen war. Nach sieben Tagen musste er bereits gehen, nachdem ein Video von ihm auftauchte, in dem er eine Frau mit einem Gürtel schlägt. Später meinte er, es handelte sich um ein Rollenspiel und die Frau hätte ihre Zustimmung gegeben.

Tate selbst sagte dem "Guardian", dass er eine "komödiantische Figur" spiele und bezeichnete seine Videos als Parodie. "Die Sensationslust im Internet hat den Eindruck erweckt, ich sei frauenfeindlich, obwohl nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte", sagte der britisch-amerikanische Influencer.

Astrid PozarekQuelle: Redaktion / poz