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Abrupte Kehrtwende: Elon Musk will Twitter doch kaufen

04. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Jetzt ist es fix: Elon Musk will die Übernahme des Online-Dienstes Twitter nun doch vollziehen. Das bestätigte der Tech-Milliardär am Dienstag in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC.

So könnte der Rechtsstreit um den Milliarden-Deal kurz vor dem mit Spannung erwarteten Gerichtsprozess doch noch vermieden werden. Musk habe in einem Brief vorgeschlagen, den Deal zum ursprünglich vereinbarten Kaufpreis von 54,20 Dollar pro Aktie durchzuführen.

Das erklärten seine Anwälte - und bestätigten damit einen Bericht des Finanzdienstes "Bloomberg". Damit bahnt sich eine spektakuläre Wende im Konflikt um die rund 44 Milliarden Dollar teure Übernahme an. Wenig später bestätigte auch Twitter: "Es ist die Absicht des Unternehmens, diese Transaktion abzuschließen".

Prozess sollte im Oktober beginnen

Musk hatte die Kaufvereinbarung vom April eigentlich im Juli für ungültig erklärt, weil Twitter angeblich falsche Angaben zur Anzahl von Fake-Accounts auf seiner Plattform gemacht habe. Das Unternehmen pochte jedoch auf die Einhaltung des Kaufvertrags und zog vor Gericht. Eigentlich soll noch im Oktober der Prozess beginnen, bei dem geklärt wird, ob Musk von der Übernahme zurücktreten kann.

Die Gründe für Musks Umdenken blieben vorerst unklar. Viele Experten bewerteten seine Chancen bei dem Gerichtsverfahren von Anfang an als ungünstig. Musk versuchte monatelang, angeblich falsche Angaben von Twitter zur Zahl von Spam- und Fake-Accounts als Bruch der Übernahmevereinbarungen darzustellen. Doch ob das vor Gericht reichen würde, gilt als zweifelhaft.

"Ungeheuerliche" Mängel

Im August hatte Musk mit neuen Argumenten beim Versuch nachgelegt, die milliardenschwere Übernahme von Twitter abzublasen. Dabei brachte der Tesla-Chef Anschuldigungen eines Whistleblowers ins Spiel, der Twitter unter anderem mangelnden Schutz von Nutzerdaten und andere Sicherheitsschwächen vorwarf. Aufgrund dieser "ungeheuerlichen" Mängel sei Musks Kaufangebot für Twitter als ungültig einzustufen, schrieben seine Anwälte damals an das Unternehmen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / koa