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Zeitung zwang Rebel Wilson zu vorzeitigem Outing

13. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Schauspielerin Rebel Wilson hat am Freitag ihre Liebe zur Designerin Ramona Agruma öffentlich gemacht. Am Samstag wurde klar, dass die Australierin mit ihrem Outing einem angekündigten Artikel zuvorkommen wollte. Seitdem versucht der "Sydney Morning Herald" zurückzurudern. So sei das doch gar nicht gemeint gewesen, so das Blatt.

Der "Sydney Morning Herald" hätte sie in "sehr schwierige Situation" gebracht, schrieb Rebel Wilson. Die Schauspielerin postete am Donnerstag ein Foto von sich und Ramona Agruma auf Instagram, um die "Situation mit Anstand zu meistern", schrieb Wilson auf Twitter über ihr Outing.

Der "Sydney Morning Herald" habe sie kontaktiert, gesagt, über ihre Beziehung Bescheid zu wissen und ihr zwei Tage für ein Statement zu geben. Wilson ging draufhin mit ihrer Beziehung selbst an die Öffentlichkeit. 

"Herald"-Klatschkolumnist Andrew Hornery reagierte beleidigt. Am Samstag kommentierte er das Outing: "Großer Fehler. Wilson entschied sich dafür, die Geschichte zu verdrehen und postete am frühen Freitagmorgen auf Instagram über ihre neue 'Disney-Prinzessin'".

Späte Einsicht nach "Zwangsouting"-Vorwürfen

Aktivisten und Fans warfen der Zeitung daraufhin vor, Wilson zum Outing gezwungen zu haben. Die Zeitung bestritt zunächst, Wilson unter Druck gesetzt zu haben und erklärte, sie habe "mit einem Übermaß an Vorsicht und Respekt" Fragen zu Wilsons Beziehung gestellt. Herausgeber Bevan Shields erklärte: "Wir hätten die gleichen Fragen gestellt, wenn Wilsons neuer Partner ein Mann gewesen wäre."

"Falscher Umgang" mit Outing

Am Montag nahm der "Sydney Morning Herald" den Artikel dann aber doch von seiner Website. Hornery gab sich plötzlich zerknirscht und räumte einen "falschen Umgang" des Blatts mit Wilsons Outing ein. Ein Tweet seine Chefredakteurs lässt vermuten, dass das vielleicht auf redaktionsinternen Druck geschehen sein könnte.

"Der Herald hat bei Rebel Wilson Fehler gemacht und wird von ihnen lernen", twitterte Chefredakteur Bevan Shields. Den Hornery-Artikel habe man offline genommen, Hornery gehe bei seinem neuen Text ins Detail, was er falsch gemacht habe. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam