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Zebrastreifen bieten nicht immer Schutz

Heute, 08:25 · Lesedauer 1 min

Acht Prozent der Kfz missachten Schutzwege - das ist das Ergebnis einer aktuellen Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit mit 6.400 Beobachtungen. Und das, obwohl die Passanten eindeutig signalisierten, einen Zebrastreifen überqueren zu wollen. In mehreren Fällen kam es auch zu Beinahe-Unfällen, wie es am Montag in einer Aussendung hieß.

Schutzwege würden nicht immer ihrem Namen gerecht: Jährlich werden im Schnitt rund 3.500 Fußgängerinnen bzw. Fußgänger im Straßenverkehr verletzt, davon 30 Prozent auf Zebrastreifen (1.059). Von diesen wird die Mehrheit (598 Personen) an ungeregelten Schutzwegen verletzt. Die Zahl der Getöteten liegt bei durchschnittlich elf pro Jahr. Etwa 185 Kinder jährlich werden auf Zebrastreifen verletzt, davon 114 auf ungeregelten.

Im Rahmen der KFV-Studie wurden österreichweit 6.400 Überquerungssituationen beobachtet. In zwei Prozent der Fälle kam es zu sogenannten Konfliktsituationen. "Dabei handelt es sich um Situationen, die beinahe zu einem Unfall geführt hätten - etwa, wenn ein Zusammenstoß nur durch abruptes Abbremsen oder ein Ausweichmanöver verhindert werden kann", so Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV.

Zusammenfassung
  • 8 Prozent der Kfz missachten laut KFV-Erhebung Schutzwege, obwohl Passanten klar signalisierten, dass sie überqueren wollen.
  • Jährlich werden im Schnitt rund 3.500 Fußgänger:innen im Straßenverkehr verletzt, davon 30 Prozent (1.059) auf Zebrastreifen, wobei die Mehrheit (598) an ungeregelten Schutzwegen verunglückt.
  • In 2 Prozent der 6.400 beobachteten Überquerungssituationen kam es zu Konfliktsituationen, also Beinahe-Unfällen, wie sie durch abruptes Abbremsen oder Ausweichmanöver entstehen.