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Zahlreiche Länder begrüßten mit Feiern das neue Jahr

Heute, 02:57 · Lesedauer 4 min

Sydney trotzt dem Terror: Die australische Metropole hat zwei Wochen nach dem blutigen Anschlag am Bondi Beach mit einem spektakulären Feuerwerk vor traumhafter Kulisse das neue Jahr eingeläutet. 2026 begann aber in der Südsee: Um 11.00 Uhr MEZ begrüßten die etwa 7.300 Einwohner von Kiritimati als erste das neue Jahr. In Wien waren rund 550.000 Menschen am Silvesterpfad unterwegs, um ins neue Jahr zu feiern - ohne Zwischenfälle.

Auf der Harbour Bridge in Sydney erstrahlten vor Mitternacht (14 Uhr MEZ) während einer Schweigeminute die Worte "Peace" (Frieden) und "Unity" (Einheit) sowie eine Chanukkia. Tausende hielten Kerzen und andere Lichter in den Händen. Am berühmten Bondi Beach hatten am 14. Dezember zwei Attentäter beim jüdischen Lichterfest Chanukka auf eine Menschenmenge geschossen. 15 Menschen starben. Die traditionellen Silvesterfeiern an dem Strand wurden abgesagt.

Stolze neun Tonnen Pyrotechnik und atemberaubende Spezialeffekte ließen anschließend Schaulustige im Hafenviertel von Sydney und vor TV-Geräten mehr als zwölf Minuten lang staunen. Von der Harbour Bridge flossen Kaskaden aus Licht, auch rund um das Sydney Opera House erleuchteten bunte Flammen und Feuerwerkskörper den Himmel.

Neuseeland begrüßte bereits um 12 Uhr MEZ den Jahreswechsel mit einem großen Feuerwerk am Sky Tower in der größten Stadt Auckland. Auch Tonga und Samoa starteten da schon in 2026. Asiatische Staaten wie Indonesien begrüßten Stunden später mit Feuerwerk und großen Feiern in den Städten das Jahr 2026. In Peking feierten die Menschen an der Großen Mauer.

Spektakuläre Lichtshows fanden auch in vielen asiatischen Städten statt, so etwa in der Glitzermetropole Singapur, Dubai, Busan (Südkorea) oder Bangkok. Hongkong begann das neue Jahr hingegen ohne das traditionelle Silvester-Feuerwerk über dem Victoria Harbour. Die Behörden hatten die Großveranstaltung nach einem schweren Brand in einem Wohngebäude mit mindestens 160 Toten Ende November abgesagt.

Sechs Stunden nach Österreich startet dann der wohl bekannteste Countdown der Welt: In New York wird der Times-Square-Ball, der an einem 43 Meter hohen Mast herabgelassen wird, den Start ins neue Jahr einläuten. Der historische "Ball Drop" wird immer von Millionen Menschen weltweit verfolgt. Die Vereinigten Staaten feiern 2026 den 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung. Deshalb wird die Kugel in diesem Jahr gleich zweimal fallen und in den Farben der Nationalflagge - Rot, Weiß und Blau - erstrahlen.

26 Stunden dauert es insgesamt, bis der ganze Globus ins neue Jahr gerutscht ist. Amerikanisch-Samoa, das nur 220 Kilometer östlich von Samoa auf der anderen Seite der internationalen Datumsgrenze liegt, wird schließlich der letzte bewohnte Ort der Erde sein, der das neue Jahr begrüßt - zwölf Stunden nach Österreich, wo in Wien wieder der traditionelle Silvesterpfad stattfand.

Großer Andrang am Wiener Silvesterpfad

Der Andrang zum Wiener Silvesterpfad war am Mittwoch sehr groß. Kurz vor Mitternacht wurde das gesamte Veranstaltungsareal für weitere Gäste gesperrt, weil es zu einer vollen Auslastung gekommen war. Ein positives Resümee zog damit die Stadt Wien mit Ende der Veranstaltung um 2.00 Uhr früh. Die Stimmung entlang der Bühnen in der Innenstadt sowie im Prater sei "ruhig, unaufgeregt und friedlich" gewesen.

Mehr als Hunderttausend Menschen feierten unterdessen zum Glockenschlag von Big Ben in London den Jahreswechsel. Bei eisigen Temperaturen versammelten sich die Feiernden in einem abgesperrten Bereich am Themseufer gegenüber vom Riesenrad London Eye, um das Feuerwerk anzuschauen. Das 15-minütige Spektakel soll laut dem öffentlichen Rundfunksender BBC mit 12.000 Feuerwerkskörpern das größte in Europa gewesen sein.

Auch in der französischen Hauptstadt Paris feierten Hunderttausende Menschen wieder auf den Champs-Élysées. Am Arc de Triomphe gab es eine Lichterschau und um Mitternacht ein großes Feuerwerk. Das Spektakel, das neben Hauptstadtbewohnern auch viele Touristen anlockte, verlief nach einer ersten Bilanz weitgehend friedlich.

Angriffe auf Polizei in Deutschland

Ausgelassene Feiern, aber auch Angriffe auf Polizei und Brände in Deutschland: Um Mitternacht lagen sich Menschen in den Armen, prosteten sich zu. Die Feierlichkeiten werden begleitet von einem Großaufgebot der Polizei - als Konsequenz auf Angriffe auf Einsatzkräfte zu Silvester in den Vorjahren. Allein in Berlin gab es bis 1.00 Uhr mehr als 300 Festnahmen.

In den Niederlanden verlief der letzte Jahreswechsel, bei dem Böller und Raketen erlaubt sind, unruhig. In etlichen Städten musste die Polizei in der Silvesternacht wegen Gewalt sowie Unglücken und Vorfällen mit Feuerwerk ausrücken. Es gab Gebäudebrände, Verletzte und Festnahmen.

Zusammenfassung
  • Rund 550.000 Menschen feierten in Wien am Silvesterpfad den Jahreswechsel 2026, wobei die Veranstaltung friedlich und ohne Zwischenfälle verlief.
  • Sydney setzte trotz des Anschlags am Bondi Beach mit einem spektakulären Feuerwerk und neun Tonnen Pyrotechnik ein Zeichen für Frieden und Einheit, während die traditionellen Feiern am Strand abgesagt wurden.
  • In Berlin kam es in der Silvesternacht zu mehr als 300 Festnahmen, da die Polizei mit einem Großaufgebot auf Angriffe auf Einsatzkräfte reagierte.
  • In London beobachteten mehr als Hunderttausend Menschen ein 15-minütiges Feuerwerk mit 12.000 Raketen am Themseufer, das laut BBC das größte Europas war.
  • Hongkong sagte das traditionelle Silvesterfeuerwerk nach einem Brand mit mindestens 160 Toten ab, während in anderen asiatischen Metropolen wie Singapur und Dubai große Lichtshows stattfanden.