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Zahl der Verkehrstoten wieder auf Vor-Pandemie-Niveau

31. Jan. 2022 · Lesedauer 3 min

125 Personen sind laut Statistik Austria im dritten Quartal 2021 bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben. Das entspricht in etwa der Anzahl vor der Pandemie (drittes Quartal 2019: 126 Getötete). Im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem 113 Menschen im Straßenverkehr tödlich verunglückten, gab es im dritten Quartal 2021 zwölf Tote mehr (plus elf Prozent). Besonders stark stieg die Zahl der getöteten Mopedfahrer (plus 250 Prozent) und Pkw-Insassen (plus 29 Prozent).

Im Gegensatz dazu ging die Zahl der Verletzten im dritten Quartal 2021 mit 14.210 Personen gegenüber dem 3. Quartal 2020 um drei Prozent zurück. Im August fiel der Rückgang mit minus neun Prozent besonders hoch aus, berichtete Statistik Austria am Montag.

In den Sommermonaten Juli und August 2021 wurden an Hitzetagen (Wetterdaten: Open Data ZAMG) mit einem Plus von 24 Prozent signifikant mehr Unfälle in Österreich verzeichnet als an weniger heißen Tagen. Im Durchschnitt passierten an Hitzetagen 148 Unfälle pro Tag, während an den Nicht-Hitzetagen jeweils rund 120 Unfälle verzeichnet wurden. Besonders drastisch war dieser Anstieg im Bundesland Salzburg, wo an den fünf Hitzetagen um ein Drittel mehr Unfälle als an den übrigen Tagen passierten. In Tirol war der Effekt mit plus 31 Prozent ähnlich stark, während er in Kärnten und Niederösterreich mit plus elf Prozent bzw. plus 16 Prozent deutlich moderater ausfiel.

Eine deutliche Zunahme der Getöteten wurde im dritten Quartal 2021 bei den Mopedfahrern mit sieben tödlich Verunglückten verzeichnet, im Vergleichszeitraum 2020 waren es zwei, im dritten Quartal 2019 drei. Alle tödlich verunglückten Mopedfahrer waren männlich, wobei sechs Lenker und ein Mitfahrer ums Leben kamen. Fünf der sechs tödlich verunfallten Mopedlenker wurden als Verursacher des Unfalls verzeichnet. Drei kamen bei Unfällen mit Pkw ums Leben, zwei bei Alleinunfällen und ein Fahrer bei einem Unfall mit einem Traktor.

19 Radfahrerinnen und Radfahrer kamen zwischen Juli und September 2021 im Straßenverkehr ums Leben. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahresquartal, in dem bereits hohe Werte verzeichnet wurden (17 Getötete), eine weitere Steigerung von zwölf bzw. von 58 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2019 (zwölf Getötete). Acht tödlich Verunglückte waren mit einem E-Bike unterwegs. 15 der 19 tödlich verunfallten Radfahrer waren männlich.

Mehr als die Hälfte 53 Prozent) aller tödlich verunglückten Radfahrerinnen und Radfahrer (zehn) kam bei Alleinunfällen ums Leben, wobei dies ein deutlicher Zuwachs zu den Vorjahresquartalen ist (2020: 35 Prozent, 2019: acht Prozent). 15 der 19 tödlich verunglückten Radfahrerinnen und Radfahrer (79 Prozent) waren Hauptunfallverursacher.

Insgesamt wurden 5.394 Pkw-Insassen im dritten Quartal 2021 verletzt, weitere 40 Personen verunfallten in einem Pkw tödlich. Während 97 Prozent aller leicht verletzten Pkw-Insassen im Falle eines Unfalls einen Sicherheitsgurt bzw. eine Kindersicherung verwendet hatten, war dies bei 90 Prozent aller Schwerverletzten, jedoch nur bei 60 Prozent aller getöteten Pkw-Insassen der Fall.

Quelle: Agenturen