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Van der Bellen bei Fastenbrechen der IGGÖ

Heute, 17:52 · Lesedauer 2 min

Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) hat am Dienstag ihr traditionelles, interreligiöses Fastenbrechen im Wiener Schloss Cobenzl begangen. An dem "Iftar" nahmen neben Vertretern aller gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften auch einige Botschafter und Bundespräsident Alexander Van der Bellen teil. IGGÖ-Präsident Ümit Vural nannte dessen Anwesenheit in seiner Ansprache ein "besonderes Zeichen der Anerkennung" und mehr als eine "protokollarische Geste."

Nach dem Gebetsruf um genau 17.37 beendeten Vural und das Staatsoberhaupt den Fasttag mit der traditionellen Dattelzeremonie, mit der Muslime und Musliminnen weltweit während des Ramadans den "Moment feiern, in dem der Tag in den Abend übergeht", betonte Vural. Durch die Anwesenheit von Van der Bellen, aber auch der evangelischen Bischöfin Cornelia Richter, dem Wiener Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister sowie dem katholischen Militärbischof Werner Freistetter zeige man, dass die Islamische Glaubensgemeinschaft zur Vielfalt stehe.

Vural betonte auch das Verbindende des Ramadans: "Wer zusammen ist, kann kein Fremder sein." Insbesondere in Zeiten der multiplen Krisen sei das wichtig im Kopf zu behalten. Er richtete aber auch mahnende Worte an die Politik: Das Kopftuchverbot für unter 14-jährige Mädchen, bei dem vor zwei Wochen die Aufklärungsphase begonnen hat, müsse jedenfalls auf seine Verfassungstauglichkeit geprüft werden, betonte Vural, der sich schon mehrfach gegen das Verbot ausgesprochen hatte.

Zusammenfassung
  • Beim traditionellen interreligiösen Fastenbrechen der IGGÖ im Wiener Schloss Cobenzl nahmen am Dienstag Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Vertreter aller gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften sowie einige Botschafter teil.
  • Das Fastenbrechen begann nach dem Gebetsruf um 17:37 Uhr mit der traditionellen Dattelzeremonie, bei der IGGÖ-Präsident Ümit Vural die Anwesenheit Van der Bellens als "besonderes Zeichen der Anerkennung" hervorhob.
  • Vural kritisierte das Kopftuchverbot für unter 14-jährige Mädchen und forderte erneut, dessen Verfassungstauglichkeit zu prüfen, nachdem vor zwei Wochen die Aufklärungsphase dazu gestartet war.