APA/APA/AFP/CHANDAN KHANNA

Zahl der Toten bei Migranten-Tragödie in Texas stieg auf 53

29. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Nach dem Fund eines abgestellten Lkw-Anhängers mit eingeschlossenen Migranten in Texas ist die Zahl der Todesopfer auf 53 gestiegen. Das gab der Gouverneur des US-Staats, Greg Abbott, am Mittwoch bekannt. Der Republikaner sprach vom "tödlichsten Fall von Migrantenschmuggel auf amerikanischem Boden". Abbott machte den demokratischen Präsidenten Joe Biden dafür verantwortlich. Der mutmaßliche Fahrer des Lkw wurde festgenommen.

Laut der mexikanischen Migrationsbehörde gab er sich zunächst als Überlebender aus. Er sei aber identifiziert und - ebenso wie zwei weitere Verdächtige - festgenommen worden.

Biden müsse klar machen, dass niemand illegal ins Land kommen könne, damit Migranten sich erst gar nicht auf den Weg machten, meinte Abbott. Außerdem müsse die US-Grenzschutzbehörde CBP vernünftig ausgestattet werden. Der Lastwagen hatte nach mexikanischen Behördenangaben am Montag zwei Kontrollpunkte der CBP passiert. Abbott sagte, der Lkw sei nicht untersucht worden, weil es nicht genug Ressourcen gebe, alle Laster zu prüfen. Biden müsse das ändern.

Nach Polizeiangaben hatte ein Arbeiter die Leichen in dem Lastwagen am Montagabend (Ortszeit) am Rande der texanischen Stadt San Antonio entdeckt, nachdem er einen Hilferuf aus dem Anhänger gehört hatte. Mindestens 16 Überlebende seien dehydriert und erschöpft wegen der Hitze in ein Krankenhaus gebracht worden. In dem Anhänger, der in glühender Hitze stand, gab es nach Angaben der Feuerwehr offenbar weder eine funktionierende Klimaanlage noch Wasser. Die Opfer wurden mutmaßlich in die USA geschleust. San Antonio liegt nur 250 Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt.

Der Chef der mexikanischen Migrationsbehörde, Francisco Garduño, teilte in Mexiko-Stadt mit, unter den Todesopfern von San Antonio seien mindestens 27 Mexikaner, 14 stammten aus Honduras, sieben aus Guatemala und zwei aus El Salvador. Ob auch Kinder unter den Toten sind, blieb zunächst unklar. Die Außenminister Mexikos und Guatemalas kündigten an, ihre Länder würden sich an den Ermittlungen beteiligen.

Quelle: Agenturen