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Wintereinbruch: Unfälle und Sperren in Österreich

03. Dez 2020 · Lesedauer 3 min

Der Winter hat in ganz Österreich Grüße ausgeschickt. In allen Landeshauptstädten lag am Donnerstag eine Schneedecke. Für mehrere Bundesländer wurde die rote Wetter-Warnstufe herausgegeben.

In den frühen Morgenstunden am Donnerstag hat es im Süden und Osten Österreichs zu schneien begonnen. Kräftigen Schneefall gab es in der Steiermark und in Kärnten. Die höchste Wetter-Warnstufe gilt auch für Niederösterreich, das Burgenland und Wien.

Die Schneefälle sollen im Lauf des Vormittags nachlassen und aufhören, in den nördlichen Landesteil ist am Nachmittag sogar mit etwas Sonne zu rechnen.

Der Winter hat in ganz Österreich Grüße ausgeschickt: In allen Landeshauptstädten lag am Donnerstag eine Schneedecke, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) berichtete. Das gab es zuletzt am 24. Jänner 2019. Dass es bereits in der ersten Dezemberhälfte in allen Landeshauptstädten weiß war, ist schon acht Jahre her: 2012 von 10. bis 13. Dezember.

Café PULS-Wettermoderatorin Verena Schneider mit dem Wetter für Österreich.

Glatteis-Gefahr in Wien

In Wien fiel am Donnerstag der erste Schnee in diesem Winter. Aufgrund von Glatteisregen mit starker Eisbildung gilt die höchste Wetter-Warnstufe. Der Schneefall sorgt bei den Öffis für Verzögerungen.

Die Schneefälle, die am späten Mittwochnachmittag in der ganzen Steiermark eingesetzt haben, sorgten Donnerstagfrüh für Verzögerungen im Frühverkehr. In Graz hatten Busse und Straßenbahnen auf allen Linien Verspätungen.

Kettenpflicht in Niederösterreich, Steiermark und Kärnten

In der Nacht auf Donnerstag setzte Schneefall im niederösterreichischen Most-, Wald- und südlichen Industrieviertel ein. Die Neuschneemengen betrugen dabei ca. 5 bis 6 cm. Im östlichen Weinviertel und Wiener Becken ging der Niederschlag in Form von gefrierendem Regen nieder.

Eine Kettenpflicht (Stand 7:30 Uhr) für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen und Fahrverbot für Sattelkraftfahrzeuge gilt auf der B21 über das Gschaid und auf der B23 über den Lahnsattel. Kettenpflicht gilt zudem für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen auf der B21 über den Rohrersattel und auf der L5217 zwischen Kirchberg/P. und Lilienfeld.

Insgesamt sind rund 1.000 Bedienstete des niederösterreichischen Straßendienstes mit 370 eigenen Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz.

In der Steiermark herrscht auf höher gelegenen Bergstraßen des Oberlandes und der Weststeiermark herrschte Schneekettenpflicht, wie der ÖAMTC mitteilte. In Kärnten waren fast alle höheren Bergstraßen nur mit Winterausrüstung befahrbar, größtenteils herrschte Kettenpflicht für sämtliche Fahrzeuge.

In Salzburg schneite es erstmals in diesem Winter auch in tiefen Lagen. Die Autofahrer im Land dürfte das allerdings nicht überrascht haben. Wie ein Mitarbeiter des Landesfeuerwehrkommandos sagte, hätten glatte und matschige Straßen zunächst noch zu keinen Einsätzen geführt. Laut ÖAMTC gilt auf den höher gelegenen Straßen im Bundesland Schneekettenpflicht - vor allem für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen.

Sperren und Unfälle in ganz Österreich

Österreichweit kam es zu Unfällen. Im Bezirk Braunau in Oberösterreich überschlug sich eine Autofahrerin mit ihrem Volkswagen. Sie wurde dabei zum Glück nur leicht verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Ebenfalls in Oberösterreich auf der B156 Höhe Unterhaunsberg - Angern kollidierten ein Auto und ein Lkw.

Besonders heftige Schneefälle gibt es in der Steiermark und Kärnten. Es kam in beiden Bundesländern schon zu Unfällen. Im Bezirk Villach erfasste ein Autofahrer einen 45-jährigen Fußgänger. Der Mann wurde ins LKH Villach gebracht.

In Kärnten musste nach einem Lkw-Unfall die Südautobahn in Richtung Wien bei Arnoldstein gesperrt werden. Die Tauernautobahn war Donnerstagfrüh beim Katschberg-Tunnel in Richtung Villach gesperrt. In ganz Österreich sind mehrere Bundesstraßen gesperrt.

 

Der Artikel wurde am 03.12.2020 um 11:44 Uhr aktualisiert.

Quelle: Redaktion / apb