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Wiens Baustellen im Zeichen von Klimamaßnahmen

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Die Saison in Sachen Straßenbaustellen steht in Wien heuer im Zeichen von Klimamaßnahmen. Zahlreiche Verbindungen werden neu gestaltet, wobei baulich getrennte Radwege, Begrünungen oder auch Gleisarbeiten errichtet bzw. durchgeführt werden. Für Menschen, die in diesen Bereichen mit dem Auto unterwegs sind, bedeutet dies zum Teil Einschränkungen. Sie müssen etwa Umleitungen in Kauf nehmen.

Die wichtigsten Baustellen-Highlights wurden am Donnerstag von Baustellenkoordinator Christian Zant und Wolfgang Ablinger von der Straßenbau-Abteilung präsentiert. Intensiver gewerkt wird naturgemäß wieder in den Sommermonaten, die Saison hat aber auch schon begonnen - etwa auf der Wiedner Hauptstraße. Dort werden bis November Gleise erneuert und 1.300 Quadratmeter neue Grünflächen errichtet. Auch ein Radweg ist Teil des Projekts. Die Straße kann für die Dauer der Arbeiten abschnittsweise nicht durchfahren werden, und zwar auch nicht von der Straßenbahn oder der Badner Bahn.

Einen neuen Gleisverlauf gibt es in der Universitätsstraße, die im Zuge des U-Bahn-Baus ebenfalls umfassend umgestaltet wird. Baulich getrennte Radwege und Grün-Maßnahmen gehören dort ebenfalls zum Programm. Die Arbeiten werden bis Jahresende finalisiert. Querungen bleiben während der Arbeiten erhalten, eine Längsdurchfahrt ist jedoch nicht möglich.

Etwas länger, nämlich bis Ende Juni 2025, wird auf der Wagramer Straße gewerkt. Während des Umbaus sollen jeweils zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen - außer in den Sommermonaten, wo es enger werden könnte.

Wie die äußere Mariahilfer Straße künftig aussehen wird, ist kürzlich präsentiert worden. Hier wird es etwa dauerhaft eine Fahrspur weniger geben. Auch wird die Verbindung als Einbahn stadtauswärts geführt. Die Hauptarbeiten werden von Juli 2024 bis Herbst nächsten Jahres durchgeführt. Umleitungen und Sperren sind abschnittsweise geplant. Auch der benachbarte Christian-Broda-Platz wird neu gestaltet.

Im Einzugsbereich des Westgürtels widmet man sich zudem der Hütteldorfer Straße, auf der ebenfalls ein Radweg errichtet wird. Hier wurde etwa eine temporäre Umleitung stadteinwärts über die Märzstraße angekündigt.

Wohl zu Verzögerungen wird es auf einer wichtigen Verbindung vom Westen der Stadt zur Tangente kommen. Es gibt Instandsetzungsmaßnahmen - und ebenfalls einen Ausbau der Radinfrastruktur - im Bereich Edelsinnbrücke. Auch der Abschnitt der Breitenfurter Straße von der Hetzendorfer Straße bis zu Altmannsdorfer Straße wird saniert. Dies gilt auch für das Plateau Altmannsdorfer Straße und Sagedergasse.

Apropos Brücken: Das laufende Ertüchtigungsprogramm wird fortgesetzt. Saniert wird bald etwa die Augartenbrücke. Fahrstreifeneinschränkungen sind laut Baustellenkoordination hier nötig. Im Sommer kann auch die Straßenbahnlinie 31 dort nicht fahren. Beendet werden hingegen die Arbeiten an der ebenfalls über den Donaukanal führenden Aspernbrücke.

Eine gute Nachricht gibt es für jene, die die Westausfahrt nutzen. Sie soll nach der großen Sanierung der Tragwerke nun im Sommer wieder umfassend für den Verkehr freigegeben werden.

ribbon Zusammenfassung
  • Wiens Straßenbaustellen fokussieren 2024 auf Klimaschutz: Neue Radwege und Grünflächen entstehen, während Autofahrer mit Einschränkungen rechnen müssen.
  • Besonders betroffen sind die Wiedner Hauptstraße mit Gleis- und Grünflächenerneuerung bis November und die Wagramer Straße mit Bauarbeiten bis Juni 2025.
  • Die äußere Mariahilfer Straße wird ab Juli 2024 umgestaltet, einschließlich der Reduktion auf eine Fahrspur und der Einrichtung als Einbahn.

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