Café Westend

Wiener Kult-Café Westend hat seine Pforten geschlossen

01. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Nach mehr als 100 Jahren schließt das Westend in Wien. Auf Social-Media wird die Stadt Wien aufgefordert, das Café zu retten.

Das Wiener Café Westend am Eck Mariahilfer Straße/Gürtel hat seine Pforten am Freitag offenbar für immer geschlossen, berichteten mehrere Medien, nachdem der "Falter" den Schritt angekündigt hatte. Johann Diglas, der das Kaffeehaus 2018 übernommen und renoviert hatte, begründete im "Kurier" die Schließung mit sehr hohen Fixkosten, hohen Energiepreisen samt Inflation sowie der aktuellen Gästelage. Immer wieder sei es im Haus auch zu Wasserschäden gekommen.

Kult-Café

Das Café Westend ist eines der traditionsreichsten Kaffeehäusern Wiens. Darüber, wann es eröffnet wurde, gibt es unterschiedliche Geschichten: 1899 gilt als das wahrscheinlichste Datum. Das Eckzinshaus, in dem es zu finden ist, wurde 1899 vom Architekten Robert Prihuda errichtetet.

Protest und Kritik am Protest auf Social-Media

Auf den Social-Media-Kanälen meldeten sich zahlreiche prominente und weniger prominente Personen zu Wort, die u.a. die Stadt Wien auffordern, das Westend-Ende zu beenden. Allen voran "ZiB2"-Anchor Armin Wolf und "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk. Klenk beispielsweise twittert, dass die Stadt Wien das Ende "nicht zulassen" soll. Es sei "ein Wahrzeichen Wiens". Auch Wolf findet es "ewig schade, wenn das herrlich renovierte Westend wirklich zusperrt" und fragt sich, warum so ein "prachtvolles Cafe" nicht funktioniert.

Das wiederum sorgt auch für Kritik. Twitter-Userin Frau Sonnenschein (Daniela Brodesser) twittert: "Wären Sozialmärkte doch bloß so wichtig wie dieses Café Westend, Journos würden alles in Bewegung setzen um sie vor der Schließung zu bewahren. Aber sind ja nur Institutionen für Armutsbetroffene, also who cares…"

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe