APA - Austria Presse Agentur

Wiener "Bierwirt" unter Mordverdacht: 42-Jähriger "in Behandlung"

07. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Der Verdächtige im Mordfall an einer 35-Jährigen in Wien ist in der Justizanstalt Josefstadt "in Behandlung" und kann auf unbestimmte Zeit keine Erklärung abgeben, wie sein Anwalt bekanntgab.

Der Wiener Bierwirt sitzt wegen Mordverdachts in U-Haft. Ihm wird vorgeworfen am 29. Mai seine Ex-Partnerin vorsätzlich getötet zu haben. Eine Aussage kommt von ihm aber vorerst nicht. "Nach einem Gespräch in der U-Haft steht fest, dass er aufgrund seines schlechten Zustands weiter in Behandlung bleibt und somit weiterhin keine Erklärung abgeben wird", teilte Verteidiger Gregor Klammer am Freitag mit.

Über die gesundheitlichen Problemen des Mordverdächtigen gibt der Anwalt keine Auskunft. Dies betreffe den höchstpersönlichen Lebensbereich seines Mandanten, "medizinische Information ist sensibel". Wann sich der Zustand des 42-Jährigen ändern wird, sei nicht absehbar. "Zudem erlaubt der aktuelle Stand des Ermittlungsverfahrens derzeit keinen weiteren Kommentar zu den Geschehnissen", sagte Klammer.

Beziehungsende kurz vor Mord

Der mordverdächtige Betreiber eines Bierlokals, der zuletzt in eine langwierige gerichtliche Auseinandersetzung mit der Grün-Politikern Sigrid Maurer verwickelt war, war am Abend des 29. Mai festgenommen worden, nachdem er zwei Schüsse auf seine langjährige Lebensgefährtin abgegeben haben soll. Die 35-Jährige, mit der der Mann zwei gemeinsame Kinder im Alter von zwei und 13 Jahren hat, soll kurz zuvor die Beziehung endgültig beendet haben. Die angeschossene Frau - eine Krankenschwester - wurde noch in ein Spital gebracht, wo sie ihren Verletzungen erlag.

Wien: Schock und Trauer nach Frauenmord

Rund eine Woche bevor es zum Mord kam, soll der 42-Jährige eine Person aus dem näheren Umfeld des Opfers bedroht haben. Das bestätigte auch die Staatsanwaltschaft Wien. Der Fall sei jedoch nicht angezeigt worden, die Polizei und Staatsanwaltschaft hätten erst im Nachhinein davon erfahren. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen die Drohung in das laufende Ermittlungsverfahren wegen Mordverdachts einbezogen. 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam