Wiener AKH muss planbare Operationen verschieben

07. Apr 2021 · Lesedauer 1 min

Nach dem Bericht von einer verschobenen Tumor-Operation räumt das Wiener AKH ein, dass "Verschiebungen von planbaren Operationen teilweise notwendig" sind.

Ungeachtet der immer knapper werdenden Spitalskapazitäten in Wien - mit 233 Patienten in intensivmedizinischer Betreuung wurde der bisherige Höchststand an schweren Covid-19-Fällen verzeichnet - haben das AKH Wien und der Wiener Gesundheitsverbund am Dienstagabend versichert, Tumor-Operationen würden weiterhin "mit höchster Priorität behandelt". Durch die enger werdenden Intensivbettenkapazitäten wären jedoch "Verschiebungen von planbaren Operationen teilweise notwendig".

"Die jeweils behandelnde Klinik entscheidet über das zeitlich vertretbare Ausmaß der Verschiebung. Akute und lebenswichtige Operationen werden selbstverständlich weiterhin durchgeführt", hieß es seitens des Wiener Gesundheitsverbunds in einer der "APA" übermittelten Stellungnahme.

Bericht über Verschiebung von Tumor-OP

Zuvor hatte eine Journalistin via Twitter öffentlich gemacht, eine lebenswichtige Tumor-Operation ihrer Mutter im AKH habe nicht stattfinden können, weil keine Intensivbetten frei waren. Bezogen auf diesen Fall hieß es seitens des Gesundheitsverbunds: "Wir sind sehr gerne bereit, die Kriterien für die Verschiebung zu prüfen, sobald uns die Patientendaten bekannt gegeben werden."

Der Leiter der Intensivstationen am Wiener AKH, Thomas Staudinger, hatte schon Ende März die Verschiebung komplexer operativer Eingriffe bestätigt, die eigentlich möglichst rasch operiert werden müssten.

Quelle: Agenturen