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Wien verschiebt und verlegt bereits geplante Operationen

19. März 2021 · Lesedauer 2 min

Die Wiener Spitäler stoßen durch Corona an ihre Belastungsgrenzen. Erste OPs werden verschoben oder in andere Spitäler verlegt, um Ressourcen für die Covid-Erkrankten freizubekommen.

Nicht dringende und planbare Operationen werden von den städtischen Wiener Spitälern ausgelagert. Ordens- oder Privatspitäler sollen die Eingriffe übernehmen. Wo das nicht möglich ist, werden Termine verschoben - "noch nicht in großem Stil, aber die stärkere Dynamik im Infektionsgeschehen zwingt uns jetzt dazu, Maßnahmen zu ergreifen", erläuterte Markus Pederiva vom Wiener Gesundheitsverbund (WIGEV) am Freitag. Auch Intensivmediziner Thomas Staudinger vom AKH Wien hat am Donnerstagabend im Newsroom LIVE auf PULS 24 bereits gewarnt, dass Ostösterreich und da vor allem Wien und Niederösterreich, in den Spitälern bereits am Limit agiert. "Alle Kapazitäten sind voll", warnte Staudinger

Besucher dürfen nur noch mit negativem Test rein

Die Spitäler verschärfen auch die Besuchsregeln, um sicherzugehen, dass das Coronavirus nicht in die Einrichtungen eingeschleppt wird. Die Patienten dürfen zwar weiterhin zwei Mal zwei Besucher pro Woche gegen terminliche Voranmeldung empfangen. Die Besucher müssen aber beim Betreten der Krankenhäuser ab sofort ein negatives Testergebnis vorlegen. Ein PCR-Test darf dabei maximal 72 Stunden alt sein, ein Antigentests höchstens 48 Stunden. In Pflegeheimen ist dies schon länger vorgesehen.

"Große Besorgnis"

Im Bereich des WIGEV werden wöchentlich 2.500 Operationen durchgeführt. Da befürchtet wird, dass die Anzahl der Covid-19-Patienten weiter steigen wird, "müssen wir in den OP-Betrieb eingreifen. Wir sehen mit großer Besorgnis die Entwicklung der Infektionszahlen", meinte Pederiva gegenüber der APA. Es gelte sicherzustellen, dass ausreichende Bettenkapazitäten vorhanden sind.

Quelle: Agenturen