APA/dpa/Sven Hoppe

Wien: Erste Impfungen gegen Affenpocken starten

14. Sept. 2022 · Lesedauer 3 min

Ab kommendem Montag, dem 19. September, sollen im Austria Center Wien 360 Impftermine zum Schutz vor Affenpocken angeboten werden.

Die Termine erstrecken sich über einen Zeitraum von vier Wochen - also 18 Injektionen pro Tag. Es seien deshalb nur 18 Termine, weil die "Impfungen mit besonders ausführlichen Aufklärungsgesprächen zum individuellen Risikoprofil einhergehen", so die Informationen von Mario Dujakovic, Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ).

Impfungen für Risikopersonen

In den kommenden vier Wochen werden die Erstimpfungen stattfinden, in den vier Wochen darauf die Zweitimpfungen - das ist auch der empfohlene Mindestabstand zwischen den beiden Injektionen. Ab Mittwoch um 9.00 Uhr werden jene Personen per SMS bzw. Mail benachrichtigt, die sich zuvor via "impfservice.wien" vorgemerkt haben, dort in den Personendaten angaben, zu einer der im Erlass des Gesundheitsministers angeführten Risikogruppen anzugehören und dort die Berechtigung erteilt haben, per Mail und/oder SMS kontaktiert werden zu dürfen.

Nach 360 Personen ist Schluss

Die Impfungen werden intradermal, also unter die Haut injiziert, so könne ein Vial für bis zu fünf Impfungen ausreichen. Sind diese 360 Personen geimpft, sei aufgrund des mangelnden Impfstoffes vorerst Schluss, so Dujakovic. Das liege außerdem daran, dass der Erlass des Gesundheitsministers verbindlich festlegt, dass die übrigen zwei Drittel für Impfungen von symptomlosen Kontaktpersonen bestätigter Fälle vorgesehen ist.

Weitere Impftermine sollen für vorbeugende Affenpocken-Impfungen freigeschaltet werden, sobald neue Lieferungen des Impfstoffes in Österreich eintreffen. Die Vergabe dieser Termine soll nach oben beschriebenem Schema erfolgen.

Bisher über 1.500 Vormerkungen

Diese postexpositionellen, also nach Kontakt verabreichten Impfungen erfolgen mit voller Dosis und sollen so rasch wie möglich nach Krankheitskontakt erfolgen - bestenfalls innerhalb von vier Tagen bis maximal 14 Tagen nach Exposition. Auch in diesem Fall seien zwei Impfungen im Abstand von 28 Tagen vorgesehen. "Für Personen, die vor Jahrzehnten mit den damals verwendeten Pockenimpfstoffen geimpft wurden, reicht eine Impfung, da von einer gewissen Immunität ausgegangen werden kann", erklärte Dujakovic.

Bis dato hätten sich 1.502 Personen für eine Affenpocken-Impfung vormerken lassen. 151 Personen hätten bereits eine Impfung nach bestätigtem Kontakt erhalten. In Wien gab es insgesamt 208 bestätigte Fälle, wovon mittlerweile 157 als genesen und 51 als noch aktiv gelten.

Wer engen körperlichen Kontakt zu einer Person, die mit Affenpocken infiziert ist, hatte oder bei dem aufgrund entsprechender Symptome (insbesondere Hautläsionen und Pusteln) der Verdacht auf Affenpocken aufkommt, wird angehalten, 1450 anzurufen und dort die weiteren Schritte in einem ärztlichen Abklärungsgespräch zu besprechen.

Hinweis: Gesammelte Informationen auf www.impfservice.wien/affenpocken

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp