APA - Austria Presse Agentur

Wien: Am Wochenende nur wenige Verstöße

13. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Eine Woche nach der Platzsperre am Wiener Karlsplatz gab es am Wochenende nur vereinzelt Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen.

Im Wiener Nachtleben sind rund um das Wochenende nur vereinzelt Verstöße gegen Corona-Maßnahmen oder Einsätze wegen Lärmbelästigung im öffentlichen Raum verzeichnet worden. Seit Donnerstag sei ein ziviles Einsatzteam zusammen mit der Polizei am Donaukanal sowie beim Karlsplatz unterwegs, betonte die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt am Sonntag in einer Aussendung. Vor allem beim Karlsplatz war es in der Vorwoche zu einer Eskalation der Lage mit feiernden Jugendlichen gekommen.

"So wie im vergangenen Jahr konzentrieren sich unsere Kontrollen auf den illegalen Verkauf von Getränken und sonstigen Gegenständen, die Einhaltung der behördlichen Auflagen der Lokale und der Nutzung von Musikanlagen im öffentlichen Raum", berichtete Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen. Seit Donnerstag wurden mehr als 1.000 Dosen Bier, Jägermeister, Wodka und andere Spirituosen beschlagnahmt und die Händler angezeigt.

In 14 Fällen wurden Musikanlagen nach Aufforderung entfernt. "Sobald professionelle Musikanlagen genutzt werden, werden die Feiernden angezogen und die Lärmbelästigung für die Anrainer steigt", betonte Hillerer. Sollte der Aufforderung nicht Folge geleistet werden, ist eine Beschlagnahme möglich. Verstöße von Lokalen am Donaukanal und Karlsplatz wurden nicht festgestellt.

Anzeigen auch gegen Gastronomen

Bei gemeinsamen Kontrollen mit der Polizei und der Finanzpolizei in der Nachtgastronomie wurden jedoch am Wochenende im Bezirk Favoriten in einem Club mehr als 300 Feiernde angetroffen. Fehlende Covid-19-Schutzmaßnahmen führten zu einer Räumung des Clubs. Die Betreiber wurden angezeigt.

Auch ein Lokal in Mariahilf wurde nach der geltenden Sperrstunde geöffnet vorgefunden. Im Lokal fand eine Geburtstagsfeier statt. Die Feier wurde aufgelöst und die Betreiber ebenso angezeigt. Es gab mehrere Anzeigen nach den aktuellen Covid-19 Maßnahmen, nach der Gewerbeordnung, nach dem Tabakgesetz, und wegen Schwarzarbeit.

Quelle: Agenturen / red