Wieder überall Strom in Kuba
Am Samstag hatte das Energieministerium eine "vollständige Abschaltung" des nationalen Stromsystems gemeldet. Auslöser des Stromausfalls war nach Behördenangaben der Ausfall eines Kraftwerkblocks in einem der acht Wärmekraftwerke des Landes. Der Ausfall führte demnach zu einem Dominoeffekt. Kubas veraltetes Stromerzeugungssystem ist in einem schlechten Zustand. Der Inselstaat hat zudem mit Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen. Verschärft wird die Wirtschaftskrise durch das Ausbleiben der Öllieferungen aus Venezuela.
US-Präsident Donald Trump hatte Venezuelas linksgerichteten Staatschef Nicolás Maduro bei einer US-Militärintervention Anfang Jänner gefangennehmen und in die USA bringen lassen, wo er wegen Vorwürfen des Drogenhandels inhaftiert wurde. Seither bleiben die Öllieferungen des bisher mit Kuba verbündeten Venezuela aus. Trump drohte überdies anderen Staaten mit Repressalien, sollten diese Öl an Kuba liefern. Am vergangenen Montag drohte Trump zudem erneut mit einer Übernahme des kommunistisch regierten Kuba.
Zusammenfassung
- Nach dem zweiten landesweiten Stromausfall binnen weniger Tage wurde das kubanische Stromnetz laut Regierungschef Manuel Marrero Cruz am Sonntagabend wieder vollständig hergestellt.
- Am Samstag kam es zu einer vollständigen Abschaltung des nationalen Stromsystems, nachdem ein Kraftwerkblock in einem der acht Wärmekraftwerke ausgefallen war und einen Dominoeffekt auslöste.
- Die Energiekrise in Kuba verschärft sich, da das veraltete Stromsystem überlastet ist und die Öllieferungen aus Venezuela seit der Festnahme von Präsident Maduro durch die USA ausbleiben.
