Digitale Alterskontrolle
VKI-Klage: Temu muss in Österreich Jugendschutz verbessern
Temu muss mit digitalen Alterskontrollen sicherstellen, dass Minderjährige künftig keine Erotikprodukte oder gefährliche Artikel wie Messer kaufen können. Dazu habe sich die Plattform in einem gerichtlichen Vergleich verpflichtet.
"Wer in Europa Geschäfte macht, muss sich auch an europäische Regeln halten", sagte Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) laut einer Aussendung. Seit Freitag gebe es dazu einen Vergleich und dieser sei rechtskräftig.
Personalisierte Empfehlungen müssen transparenter werden
Auch intransparenten Produktempfehlungen wird künftig ein Riegel vorgeschoben. Nutzerinnen und Nutzer können personalisierte Vorschläge in Zukunft gezielt abschalten oder per Klick deaktivieren.
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"Künftig muss transparent dargestellt werden, nach welchen Parametern Inhalte wie Produkte, Werbeaktionen oder Bewertungen gereiht und empfohlen werden", so Königsberger-Ludwig. Dazu zählten unter anderem die wichtigsten Einflussfaktoren der Algorithmen, deren Gewichtung sowie die Rolle von Nutzerverhalten und Profildaten.
"Diese Informationen müssen in klarer und verständlicher Sprache bereitgestellt und über eine direkte Verlinkung von der Suchergebnisseite abrufbar sein", sagte die SPÖ-Staatssekretärin.
Erst kürzlich hat die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) Temu abgemahnt, weil sie irreführende Praktiken bei dem Shoppingportal festgestellt hatte.
Video: Temu und Shein: Schädliche Schnäppchen
Zusammenfassung
- Die chinesische Billig-Plattform Temu muss in Österreich nach einer Klage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) den Jugendschutz verbessern und personalisierte Produktempfehlungen transparenter machen, berichten am Montag mehrere Medien.
