APA - Austria Presse Agentur

WHO meldet weltweiten Rekordanstieg neuer Fälle

31. Juli 2020 · Lesedauer 3 min

Die weltweiten Neuinfektionen steigen weiter an. Am Freitag erreichten sie einen neuen traurigen Rekord. Auch in Österreich sind die Zahlen so hoch wie lange nicht.

Knapp 300.000 Neuinfektionen weltweit: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet damit einen Rekordanstieg. Innerhalb eines Tages ist die Zahl um 292.527 angestiegen, die der Todesfälle um 6.812. Die größten Zunahmen bei der Fallzahl wurden demnach in den USA, Brasilien, Indien und Südafrika verzeichnet.

In den USA wurden laut einer Reuters Umfrage am Donnerstag 67.783 Infektionen bestätigt, womit die Gesamtzahl der Fälle 4,51 Millionen beträgt. Demnach starben am Donnerstag 1.183 Personen nach einer Ansteckung. Die Zahl der Coronatoten wuchs somit auf 152.383. 

In Brasilien haben sich mehr als 2,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Über 90.000 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur wenig getestet wird.

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Indien ist am Freitag auf mehr als 35.000 gestiegen - damit hat das Land laut einer Statistik der Nachrichtenagentur AFP nun weltweit die fünft meisten Todesfälle. Die Zahl der Infizierten in Indien liegt bei 1,63 Millionen.

175 Neuinfektionen in Österreich

Auch in Österreich gibt es am Freitag so viele Corona-Neuinfektionen wie seit Wochen nicht. 175 Erkrankte sind in den vergangenen 24 Stunden hinzugekommen.  "Das ist hoch, vergleichsweise", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag bei einer Pressekonferenz. Einen höheren Wert gab es zuletzt Mitte April.

Es sei in etwa der Wert von vorgestern, aber deutlich über dem gestrigen Wert, betonte Anschober. Wien und Oberösterreich waren wie in den vergangen Tagen die stärksten Länder bei der Zahl der Neuinfektionen, berichtete der Minister. 78 neue Fälle gab es in der Bundeshauptstadt und 45 in Oberösterreich, je 15 in Niederösterreich und Salzburg sowie zehn im Burganland, vier in der Steiermark, je drei in Tirol und Vorarlberg und zwei in Kärnten.

Auch die Zahl der Spitalspatienten blieb am Freitag dreistellig. Exakt 100 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung befanden sich in Krankenhäusern (minus fünf zum Vortag), davon 16 auf Intensivstationen. Die Zahl der Verstorbenen blieb mit 718 gleich. Bisher gab es insgesamt 21.130 Erkrankte, wovon 18.758 wieder genesen sind. Am Freitagvormittag waren somit 1.654 Fälle noch aktiv.

"Wir haben mittlerweile 890.000 Tests erreicht", erläuterte Anschober. In den vergangenen 24 Stunden waren es demnach zuletzt 10.425 Testungen. "Wir versuchen in den letzten Wochen sehr stark asymptomatische Personen zu erfassen", hob der Minister die Tests im Tourismus und große Screenings - etwa von Menschen in prekären Wohnsituationen und Arbeitsbereichen sowie in Pflegeheimen - hervor. Am Vortag seien "26 Prozent unserer positiven Testergebnisse" asymptomatische Personen gewesen, betonte Anschober.

Quelle: Agenturen / Redaktion / spe