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Wenn Dreharbeiten tödlich enden

22. Okt 2021 · Lesedauer 3 min

Nach einem Schuss aus Alec Baldwins Requisitenpistole starb eine Kamerafrau, der Regisseur wurde schwer verletzt. Es ist der letzte einer Reihe von tödlichen Unfällen in Hollywood.

Halyna Hutchins, aufstrebende Kamerafrau und 42-jährige Ehefrau und Mutter starb am Flug ins Spital. Ihr Kollege, Regisseur Joel Souza, wurde schwer verletzt. Der Schuss, der zu dem tödlichen Zwischenfall am Filmset von "Rust" führte, stammte aus einer Requisitenwaffe, die Hauptdarsteller und Produzent Alec Baldwin abfeuerte. 

Die Welle der Kritik auf Social Media ist groß, vor allem auch, weil Hutchins nicht das erste Todesopfer auf einem Filmset ist. Im Gegenteil, schon seit über hundert Jahren fordert das Filmbusiness direkt Opfer. 

Scharfe Patrone forderte 1915 erstes Todesopfer

Schusswaffen-Unfälle lassen sich bis zu den Anfängen des Kinos zurückverfolgen. Im Jahr 1915 wurde der Statist Charles Chandler bei den Dreharbeiten zu Cecil B. DeMilles Stummfilm "The Captive" durch einen Kopfschuss getötet. Zuvor hatten Soldaten mit scharfer Munition auf eine Tür geschossen, um die Szene realistischer zu machen. Dabei vergaßen sie eine scharfe Patrone in dem Gewehr.

Helikopter köpfte Hauptdarsteller

Die Dreharbeiten für den Science-Fiction-Horrorfilm "Twilight Zone: The Movie" wurden 1982 von einem grausamen Helikopterunfall überschattet. Bei einer nächtlichen Gefechtsszene wurde ein Hubschrauber von Pyrotechnik getroffen. Er stürzte auf Hauptdarsteller Vic Morrow, dieser wurde regelrecht geköpft. Zwei sechs- und siebenjährige vietnamesisch-stämmige Kinder, die als Statisten dabei waren, starben ebenfalls. Regisseur John Landis wurde später vom Vorwurf des Totschlags freigesprochen.

Brandon Lee bei "The Crow"-Dreh erschossen

US-Schauspieler Brandon Lee, eine Kampfsportlegende und Sohn von Bruce Lee, wurde 1993 am Set des Films "The Crow" erschossen. Dieser Fall löste zahlreiche Verschwörungstheorien aus, wonach er von Gangstern aus Hongkong ermordet worden sein soll. Die Ermittler stellten jedoch fest, dass sein Tod auf Fahrlässigkeit zurückzuführen war: Ein Schauspieler hatte mit einer Waffe auf Lee geschossen, die eigentlich nur Platzpatronen enthalten sollte - in der Kammer befand sich jedoch eine scharfe Kugel. Der 28-jährige Lee erlag Stunden später seinen Verletzungen.

 "The Dark Knight": Stuntman starb, Star verletzt

Über den Film "The Dark Knight" kursierten Gerüchte über einen Fluch, nachdem 2007 der Stuntman Conway Wickliffe während einer Autoszene und der 28-jährige Darsteller des Bösewichts "Joker", Heath Ledger, an einer Überdosis Drogen gestorben waren. Co-Star Morgan Freeman wurde bei einem Autounfall schwer verletzt.

Bei den Dreharbeiten zum Science-Fiction-Film "Jumper" mit Samuel L. Jackson wurde 2008 ein Set-Dekorateur von gefrorenem Sand, Erde und Eis getroffen, die bei einem Außendreh herunterfielen. Er war auf der Stelle tot.

Waffensachverständiger: Personal bei Drehs "weitgehend ungeschützt"

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam