APA - Austria Presse Agentur

Weiteres Wiener Heim von Corona-Mutation betroffen

19. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Ein weiteres Wiener Altersheim der Caritas ist offenbar von der britischen Coronavirus-Mutation B.1.1.7 betroffen. Probenauswertungen zeigen, dass sich insgesamt 26 Personen in zwei Heimen mit der ansteckenderen Variante infiziert haben.

In zwei Wiener Altersheimen der Caritas wurde in insgesamt 26 Fällen die britische Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Die Heime liegen in unterschiedlichen Bezirken. Unklar ist laut Wissenschaftlern noch, ob es sich dabei um einen Cluster handelt. Die Tests wurden auf Wunsch des Betreibers des Heims durchgeführt.

Derzeit laufen noch Sequenzierungen, die zeigen sollen, wie weit sich die Variante bereits in Wien ausgebreitet hat. Dazu werden derzeit 104 Proben aus Wien untersucht, darunter rund 50 positive PCR-Ergebnisse aus den Teststraßen. Eine Untersuchung des Abwassers hat aus technischen Gründen nicht funktioniert und wird derzeit wiederholt. 

Um trotzdem mögliche Verdachtsfälle zu erkennen werden nun alle positiven PCR-Tests mittels eines speziellen, sensiblen Vortests auf Mutationen überprüft. Der ist zwar nicht so genau wie die Sequenzierung, aber wichtig, um ein besseres Bild über das Infektionsgeschehen zu bekommen, berichtet der "ORF" unter Berufung auf das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.

Wien stehen laut Stadt rund 50 Sequenzierungen pro Woche zu. Hacker fordert eine höhere Anzahl vom Bund. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat per Aussendung bereits eine Verstärkung zugesichert.

Quelle: Agenturen / apb