Weißer Belugawal vor der Küste Hollands gesichtet
Am Wochenende hatten Mitarbeiter der Küstenwache den Wal zuerst gesichtet. Mitarbeiter von SOS Dolfijn beurteilen das Verhalten des Belugas als nicht auffällig. Er sei auch nicht abgemagert. An einer Flanke sei eine Narbe zu erkennen, die aber nicht besorgniserregend sei.
Zuletzt war 1984 so ein Meeressäuger in niederländischen Gewässern beobachtet worden. Das war vor der Küste von Zeeland, der Provinz im Südwesten des Landes. Zu einer wahren Berühmtheit wurde ein Beluga, der vor 60 Jahren von vielen Menschen in Deutschland gesehen wurde. Das Tier schwamm nach Angaben von SOS Dolfijn den Rhein hinauf bis nach Bonn und bekam den Namen Moby Dick. Der verirrte Wal schaffte es schließlich aus eigener Kraft zurück ins offene Meer.
Mit seiner dicken Speckschicht ist der Beluga äußerst widerstandsfähig gegen die bittere Kälte in seinem eigentlichen Lebensraum, den arktischen und subarktischen Gewässern rund um den Polarkreis. Südlicher als im Norden Norwegens sind die Tiere normalerweise nicht zu sehen. Warum dieser Beluga nun die Nordsee ansteuerte, ist ein Rätsel.
Belugas sind weiß und haben einen kräftigen Körper mit einem kleinen, abgerundeten Kopf und einer kurzen Schnauze. Die Tiere können bis zu sieben Meter lang und 30 bis 40 Jahre alt werden.
Zusammenfassung
- Vor der nordholländischen Küste bei Callantsoog wurde erstmals seit 1984 wieder ein weißer Belugawal gesichtet.
- Das Tier zeigt laut SOS Dolfijn keine Auffälligkeiten, ist nicht abgemagert und trägt lediglich eine unbedenkliche Narbe.
- Belugawale leben üblicherweise in arktischen Regionen und können bis zu sieben Meter lang sowie 30 bis 40 Jahre alt werden.
