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Weihnachten kann auch umweltfreundlich gefeiert werden

15. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Weihnachten ist nicht das umweltfreundlichste Fest des Jahres: Während der Feiertage werden in Österreich täglich etwa 375.000 Mülltonnen gefüllt - mindestens zehn Prozent mehr als üblich. Tipps der Umweltschutzorganisation Greenpeace zeigen aber, dass man das Fest mit ein bisschen Planung nachhaltiger gestalten kann. "Bereits wenn man etwa eine Einkaufsliste für das Festtagsessen nutzt, kann man die Feiertage umweltschonender genießen", sagte Experte Herwig Schuster.

Die Österreicherinnen und Österreicher geben jährlich rund 400 Euro für Weihnachtsgeschenke aus - vieles davon wird kaum genutzt oder nach den Feiertagen wieder retourniert. Für die Umwelt ist das katastrophal: Laut einer Greenpeace-Berechnung werden in Österreich jährlich 1,4 Millionen retournierte Pakete voll mit neuwertiger Kleidung und Elektronik vernichtet. Um Umwelt und Klima zu schonen, rät Greenpeace dazu, Zeit zu schenken - etwa indem man gemeinsam einen Ausflug mit der Bahn macht. "Auch Second-Hand-Shops können eine wahre Fundgrube für Geschenke sein, denen man ein zweites Leben einhauchen kann", hieß es.

Auch die mehr als 2,8 Millionen Christbäumen, die alljährlich in Österreich aufgestellt werden, können grüner werden. Ein durchschnittlicher Christbaum bindet im Lauf seines kurzen Lebens rund 16 Kilogramm klimaschädliches CO2 aus der Atmosphäre. Werden sie entsorgt - meistens verbrannt - wird das CO2 wieder freigesetzt. "Klima- und umweltschonender ist es, etwa einen lebenden Weihnachtsbaum aus der Region zu mieten und nach den Feiertagen wieder in die Erde einsetzen zu lassen. Gute Alternativen sind aber auch selbstgebastelte Baumvarianten, etwa aus abgefallenen Ästen oder eine umfunktionierte Zimmerpflanze", rät Greenpeace.

Das Festessen kann ebenfalls leicht etwas nachhaltiger werden. Zu Weihnachten steigt der Anteil von Lebensmittelabfällen im Restmüll immerhin von jahresüblichen 16 auf 26 Prozent. Damit landet laut Greenpeace umgerechnet mindestens eine zusätzliche Mahlzeit pro Österreicher und Österreicherin im Müll. Um diese Müllberge zu vermeiden, rät Greenpeace, eine Einkaufsliste anzulegen und Rezepte nachzukochen, die ähnliche Zutaten brauchen. Dadurch können Abfälle deutlich minimiert werden.

Viele Österreicherinnen und Österreicher nutzen die Zeit um Weihnachten auch für einen ausgiebigen Wohnungs- oder Hausputz samt Ausmisten - dementsprechend herrscht auch in den Altstoffsammelzentren Hochbetrieb. Auch hier kann man sparen: Wer etwa sein Talent zum Reparieren entdeckt oder alten Dingen ein neues Leben schenkt, kann viel Müll vermeiden. Mit dem Reparatur-Bonus der Bundesregierung können Privatpersonen mit Wohnsitz in Österreich zudem bis zu 50 Prozent der Reparaturkosten von bis zu 200 Euro decken.

Quelle: Agenturen