Vorarlberg: Frau soll Ehemann erstochen haben

13. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Eine 37-jährige Frau soll am Dienstagabend in der Vorarlberger Gemeinde Schwarzach (Bez. Bregenz) ihren 35-jährigen Ehemann mit einem Messerstich in die Brust getötet haben.

Der Mann wurde durch den Stich mit einem Küchenmesser so schwer verletzt, dass er noch an Ort und Stelle während der Reanimationsmaßnahmen starb, teilte die Polizei am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit. Die 37-jährige Mutter von sechs Kindern wurde festgenommen, sie sei voll geständig, hieß es.

Die Polizei wurde am Dienstagabend gegen 23.00 Uhr von der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) über einen angeblichen Verletzungsunfall in einem Wohnhaus in Schwarzach informiert. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich aber heraus, dass der Tod des 35-Jährigen gewaltsam war.

Keine Auskunft über Motiv

Der Tat dürfte ein Streit zwischen den Eheleuten vorausgegangen sein, die Ermittlungen diesbezüglich und zum Motiv liefen weiter. "Dazu können wir noch nichts sagen", so Michael Beyrer, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts Vorarlberg. Allerdings habe es zwischen den Eheleuten immer wieder Zerwürfnisse gegeben. Für Donnerstag wurde eine Obduktion in Innsbruck angeordnet, auch das Ergebnis des toxikologischen Gutachtens gelte es abzuwarten.

Die verdächtige Österreicherin ist Mutter von sechs Kindern im Alter von drei bis 17 Jahren, vier davon hat sie gemeinsam mit dem Opfer, einem Staatsbürger der Elfenbeinküste. Der Mann lebte seit 2009 in Österreich, er hatte einen gültigen Aufenthaltstitel. Laut Beyrer war der Mann in der Vergangenheit "polizeilich in Erscheinung getreten", zur Art der Delikte wurden keine Angaben gemacht.

Kinder tätigten Notruf

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat eines der Kinder auf Aufforderung der Mutter den Notruf getätigt. Alle sechs wurden noch in der Nacht vom Kriseninterventionsteam betreut und werden über behördliche Anordnung in professionelle Betreuung übergeben. Die Verdächtige wurde am Mittwoch in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert, es gehe ihr "den Umständen entsprechend nicht gut", hieß es bei der Pressekonferenz.

Quelle: Agenturen