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Vorarlberg: Frau offenbar von fünf Männern sexuell missbraucht

13. Juli 2022 · Lesedauer 2 min

Eine Frau in Vorarlberg soll von fünf Männern sexuell missbraucht worden sein. Das berichtete das Online-Medium "Exxpress" unter Berufung auf den Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch, Heinz Rusch.

Auf APA-Anfrage sagte Rusch, dass über die fünf Verdächtigen Untersuchungshaft verhängt worden sei. Über den Vorfall selbst gab es zunächst keine offiziellen Informationen. Den Vorwurf des Vertuschens seitens der Polizei wies Pressesprecher Horst Spitzhofer vehement zurück.

Neue Ermittlungen führten zu Festnahme

Die Staatsanwaltschaft sei zuständig, betonte Spitzhofer gegenüber der APA. Der Sachverhalt sei zunächst so unklar gewesen, dass man im Februar nicht mit gesicherten Fakten an die Öffentlichkeit habe gehen können, verwies Spitzhofer auf den Opferschutz. In der Zwischenzeit hätten die Ermittlungen neue Fakten zutage gefördert, die zur Festnahme der Verdächtigen führten.

Nach Angaben von Rusch wird wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person ermittelt, eine weitere Stellungnahme gab der Staatsanwalt nicht ab. Das Opfer soll laut ORF Vorarlberg alkoholisiert gewesen sein. Recherchen des ORF zufolge wurde die Tat bereits im Februar in Bludenz begangen.

FPÖ kritisiert "Verschweigen" des Falls

Bei einem Treffen seien Alkohol und Drogen konsumiert worden, die Polizei habe das Beisammensein aufgelöst. Die Frau wurde ins Krankenhaus eingeliefert, dort wurde der Verdacht auf sexuellen Missbrauch festgestellt. Die Afghanen sind am vergangenen Sonntag oder Montag festgenommen worden.

Ein inhaltliches Statement der Polizei zu dem Fall gab es nicht, was von FPÖ-Landesparteichef Christof Bitschi in einer Aussendung scharf kritisiert wurde. Er zeigte sich erbost darüber, dass der Fall "den Vorarlbergern offensichtlich verschwiegen hätte werden sollen". Es sei aufklärungsbedürftig, dass zu dem Vorfall keine Pressemeldung der Polizei existiere, kündigte Bitschi eine parlamentarische Anfrage an.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp