Von Laer: "Omikron macht keine sehr gute Immunität"

11. März 2022 · Lesedauer 2 min

Trotz Lockerungen könne man sich selbst mit Maßnahmen, wie etwa dem Masketragen vor einer Infektion schützen. Virologin Dorothee von Laer erklärt im Café Puls Interview, welche Schutzmaßnahmen sie selbst noch verwendet und warum Omikron nicht so gut vor einer Neuinfektion schützt, wie andere Corona-Varianten.

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen hat innerhalb eines Tages erneut an der 50.000er-Marke gekratzt. Dennoch sind die Maßnahmen in Österreich größtenteils aufgehoben. Virologin Dorothee von Laer rät dennoch dazu für sich selbst Schutzmaßnahmen umzusetzen. Sie selbst trage in Innenräumen auch weiterhin eine FFP2-Maske und würde auf den Sicherheitsabstand achten, wie sie im Café Puls Interview erklärt. Auch würde sie derzeit die Nachtgastronomie weitgehend meiden. Zusätzlich betont sie im Interview die Schutzwirkung durch die Booster-Impfung

Um die Infektionskette zu unterbrechen, rät Von Laer auch dazu sich regelmäßig zu testen und sich bei einem positiven Ergebnis zu isolieren. Bei Kontakt mit einer infizierten Person, könne man sich bei Omikron nach fünf bis sechs Tagen "relativ sicher" sein, dass man sich nicht selbst angesteckt habe, so die Virologin.

Besseren Schutz durch andere Varianten

"Omikron macht keine sehr gute Immunität", betont Von Laer im Interview. Diese Corona-Variante schütze zwar vor einer Reinfektion, "aber nicht so gut wie Delta vor der Reinfektion mit Delta oder den anderen alten Viren geschützt hat". Besonders die milden Verläufe würden zu keinen hohen Antikörperspiegeln führen, wodurch Omikron nicht so effektiv schütze, als die vergangenen Varianten.

Erste Studien würden nun zeigen, dass sowohl die Blutgruppe wie auch viele andere genetische Faktoren Auswirkungen auf den Verlauf der Krankheit haben. So würde sich laut Von Laer "wohl" zeigen, dass Menschen mit Blutgruppe 0 seltener zu schweren Verläufen neigen. Auch das angeborene Immunsystem reagiere generell unterschiedlich. Von Laer betont hier allerdings, dass es sich dabei nicht um "einen absoluten Schutz" vor einer Infektion handle.

Angela PerkonigQuelle: Agenturen / Redaktion / pea