APA - Austria Presse Agentur

USA: Zehntausende flüchten vor Feuersbrunst in Colorado

31. Dez 2021 · Lesedauer 2 min

Im US-Bundesstaat Colorado hat ein Feuer Hunderte Häuser zerstört, mindestens ein halbes Dutzend Menschen verletzt und Zehntausende zur Flucht gezwungen. Der Brand wird von einem Sturm mit Windspitzen von 177 km/h angefacht.

Innerhalb von Stunden hatte sich das Feuer in der staubtrockenen Landschaft von Boulder County ausbreitet und schätzungsweise 647,5 Hektar erfasst und mehr als 500 Häuser zerstört, sagte Boulder County Sheriff Joe Pelle. Eine ganze Siedlung von 370 Häusern sei westlich von Superior in Flammen aufgegangen und 210 Wohnungen seien in der Altstadt von Superior zusammen mit weiteren Wohnungen in der Gegend zerstört worden. Betroffen sind auch ein Einkaufszentrum und ein Hotel in Superior.

Das sich enorm schnell ausbreitende Feuer soll durch von Sturmböen umgestürzte Stromleitungen entzündet worden sein. Es wurden Evakuierungsbefehle für die Städte Superior mit etwa 13.000 Einwohnern und für die angrenzende Gemeinde Louisville mit 18.000 Einwohnern erlassen.

Stürmische Winde erschweren Löscharbeiten

Der Sheriff sagte, stürmische Winde machten es unmöglich, das schnelle Vordringen des Feuers zu stoppen, und fügte hinzu, dass Feuerwehr- und Rettungskräfte "im Wesentlichen vor den Feuern liefen, nur um die Leute aus dem Weg zu räumen. Das ist alles, was sie tun können." Gouverneur Jared Polis sprach von einer "Naturgewalt" und rief den Ausnahmezustand aus.

Berichte über Todesfälle habe es bisher nicht gegeben. Sechs Menschen wurden im Krankenhaus in der Nachbarstadt Broomfield wegen Verletzungen durch die Waldbrände behandelt, sagte Sprecherin Kelli Christensen.

Das Ausmaß der Sachschäden war nicht sofort bekannt, aber KMGH-TV, die lokale Tochtergesellschaft von ABC News, strahlte Aufnahmen von mehreren in Flammen stehenden Häusern aus. In Denver, etwa 32 Kilometer südlich, war eine hoch aufragende Rauchwolke des Lauffeuers zu sehen.

Laut den Wetter-Vorhersagen sollten die starken Winde am Freitag nachlassen.

Quelle: Agenturen