APA - Austria Presse Agentur

US-Filmproduzent Guillod der Vergewaltigung beschuldigt

23. Juni 2020 · Lesedauer 2 min

Ein weiterer bekannter Hollywoodproduzent wird von der US-Justiz der Sexualverbrechen beschuldigt. Der 53-jährige David Guillod stellte sich am Montag im südkalifornischen Santa Barbara der Polizei, wie sein Anwalt mitteilte. Guillod hat unter anderem den Actionfilm "Atomic Blonde" (2017) mit Charlize Theron in der Hauptrolle produziert. Er ist auch als Talentsucher für die Filmbranche tätig.

Ein weiterer bekannter Hollywoodproduzent wird von der US-Justiz der Sexualverbrechen beschuldigt. Der 53-jährige David Guillod stellte sich am Montag im südkalifornischen Santa Barbara der Polizei, wie sein Anwalt mitteilte. Guillod hat unter anderem den Actionfilm "Atomic Blonde" (2017) mit Charlize Theron in der Hauptrolle produziert. Er ist auch als Talentsucher für die Filmbranche tätig.

Guillod wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft von vier nicht namentlich identifizierten Frauen der Vergewaltigung, des sexuellen Angriffs und der Entführung beschuldigt. Die Anschuldigungen beziehen sich auf Vorgänge, die acht Jahre zurückliegen. Guillod weist nach Angaben seines Anwalts Philip Cohen alle Vorwürfe zurück. Bei Verurteilung droht ihm laut Staatsanwaltschaft eine langjährige Haftstrafe.

Der 53-Jährige blieb am Montag zunächst im Polizeigewahrsam. Die Kaution für seine vorläufige Freilassung wurde auf drei Millionen Dollar (knapp 2,7 Millionen Euro) festgesetzt.

Guillod produzierte auch den auf der Streaming-Plattform gezeigten Thriller "Extraction", der in diesem Jahr herauskam. Er reiht sich in eine Serie von bekannten Figuren der Filmbranche ein, die in den vergangenen Jahren der sexuellen Gewalt und Übergriffe beschuldigt wurden.

Die Welle dieser Anschuldigungen begann mit dem Fall des Hollywoodmoguls Harvey Weinstein, der inzwischen in New York eine 23-jährige Haftstrafe wegen Missbrauchs und Vergewaltigung verbüßt. Das Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Weinstein hatte im Herbst 2017 die weltweite #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen ausgelöst.

Quelle: Agenturen