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Nach Nadal auch Casper Ruud in Melbourne ausgeschieden

19. Jan. 2023 · Lesedauer 2 min

Die Australian Open haben am Tag nach dem topgesetzten Rafael Nadal auch die Nummer zwei des Turniers verloren.

Der Norweger Casper Ruud musste sich in seinem Zweitrunden-Match am Donnerstag in Melbourne dem US-Amerikaner Jenson Brooksby in vier Sätzen geschlagen geben. Mit einem Finaleinzug beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres hätte Ruud auch erstmals die Führung in der Weltrangliste übernehmen können. Diese bleibt der aktuellen Nummer drei im Ranking nun verwehrt.

Keine Chance gegen Brooksby

Ruud war gegen Brooksby, der in der Vorwoche bereits das Halbfinale des Vorbereitungsturniers in Auckland erreicht hatte, von Beginn an im Hintertreffen. Der Außenseiter hatte bereits im dritten Satz bei eigenem Aufschlag drei Matchbälle. Nach drei Stunden und 56 Minuten setzte er sich mit 6:3,7:5,6:7(4),6:2 durch. Ruud ist damit bei den Australian Open noch nie weiter als bis ins Achtelfinale vorgedrungen. Auf seinen ersten Grand-Slam-Titel muss der auf Hartplatz ansonsten starke Vorjahresfinalist der French Open und der US Open weiter warten.

Nur noch Tsitsipas und Djokovic

Für Ruud ist es eine vergebene Chance. Ein Finaleinzug hätte den 24-Jährigen auf den Tennis-Thron gehievt, wenn nicht der Grieche Stefanos Tsitsipas gleichzeitig das Turnier gewonnen hätte. Nach dem vorzeitigen Aus von Nadal und Ruud bleiben von ursprünglich vier Spielern, die Carlos Alcaraz an der Weltranglisten-Spitze hätten ablösen können, nur Tsitsipas und Rekordgewinner Novak Djokovic übrig. Gewinnt keiner dieser beiden Akteure das Turnier, bleibt der verletzt fehlende Spanier Alcaraz die Nummer eins.

Ruud nahm medizinische Auszeit

Nach dem zweiten Satz nahm Ruud eine medizinische Auszeit. Er hatte mit Problemen in der Bauchmuskelgegend zu kämpfen. "Es ist etwas, das ich seit zwei Jahren immer wieder spüre", erklärte der Norweger. "Es ist nichts Ernstes, aber es kommt immer wieder zurück, also muss ich mich darum kümmern. Ich hoffe, dass ich es jetzt für lange Zeit loswerden kann."

Nach dem Timeout lief es für den Weltranglisten-Dritten zwischenzeitlich besser, am Ende musste er Brooksbys Stärke aber anerkennen. "Casper ist ein Kämpfer. Ich bin stolz auf meine mentale Entschlossenheit da draußen", erklärte der Sieger. Brooksby stammt wie Mackenzie McDonald, an dem am Vortag der verletzte Nadal gescheitert war, aus Kalifornien. In der dritten Runde trifft der 22-Jährige, der sein Australian-Open-Debüt im Vorjahr wegen einer Covid-Erkrankung hatte verschieben müssen, nun auf seinen US-Landsmann Tommy Paul.

Quelle: Agenturen / Redaktion / tgo