Unwetter führen in Frankreich zu Verkehrsstörungen
Der Bürgermeister der Stadt, Christophe Béchu, rief die Bevölkerung auf, in ihren Wohnungen zu bleiben. Ein Seniorenheim sollte im Lauf des Tages evakuiert werden. Zwei Sporthallen wurden zu Notunterkünften deklariert.
Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot warnte angesichts eines weiteren angekündigten Wintersturms namens Pedro vor Störungen im Straßen- und Bahnverkehr. Am Wochenende wird in Frankreich mit starkem Reiseverkehr gerechnet, da je nach Region die Schulferien beginnen oder enden. Nach Angaben des Verkehrsministers wird es vor allem auf den Autobahnen im Großraum Toulouse zu Schwierigkeiten kommen.
Auch der Bahnverkehr wurde durch die Unwetter eingeschränkt. Insbesondere südlich von Bordeaux fielen Züge aus oder fuhren mit verringerter Geschwindigkeit.
Erhöhtes Lawinenrisiko
Der ausdauernde Niederschlag der vergangenen Wochen erhöhte zudem das Lawinenrisiko in den Alpen, wo nach Angaben des nationalen Wetterdienstes mehrere Schneeschichten instabil aufeinandergeschichtet sind. In fast allen Skigebieten gelten Lawinenwarnungen. Seit Beginn der Skisaison 2025/26 sind in Frankreich bereits 28 Menschen durch Lawinen getötet worden. Die meisten von ihnen waren ungeachtet der Warnungen außerhalb der markierten Pisten unterwegs.
Nach Angaben des Wetterdienstes hat es in Frankreich seit Mitte Jänner inzwischen an 36 Tagen in Folge keinen Tag ohne Regen gegeben. So viele Regentage in Folge habe es seit Beginn der Aufzeichnungen 1959 nicht am Stück gegeben.
Zusammenfassung
- Nach 36 Regentagen in Folge sind weite Teile Westfrankreichs von Überschwemmungen betroffen, in Bordeaux erreichte die Garonne einen Pegelstand von 6,85 Metern und in Angers trat der Fluss Maine über die Ufer.
- Frankreichs Verkehrsminister warnte vor erheblichen Störungen im Straßen- und Bahnverkehr, insbesondere im Großraum Toulouse und südlich von Bordeaux, da ein weiterer Wintersturm erwartet wird und die Schulferien für erhöhtes Reiseaufkommen sorgen.
- Das Lawinenrisiko in den Alpen ist stark erhöht, seit Beginn der Skisaison 2025/26 kamen bereits 28 Menschen durch Lawinen ums Leben, viele davon außerhalb markierter Pisten.
