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UNO: Bessere Luft durch Corona-Krise noch kein Klimaschutz

21. März 2020 · Lesedauer 2 min

UNO-Wetterexperten warnen davor, kurzfristig saubere Luft durch die Corona-Krise mit langfristigen Klimaschutz-Fortschritten zu verwechseln. "Die Erfahrungen der Vergangenheit lassen vermuten, dass auf einen Emissionsrückgang in Wirtschaftskrisen ein rascher Anstieg folgt. Diese Entwicklung müssen wir durchbrechen", forderte der Generaldirektor der Weltwetterorganisation WMO, Petteri Taalas.

UNO-Wetterexperten warnen davor, kurzfristig saubere Luft durch die Corona-Krise mit langfristigen Klimaschutz-Fortschritten zu verwechseln. "Die Erfahrungen der Vergangenheit lassen vermuten, dass auf einen Emissionsrückgang in Wirtschaftskrisen ein rascher Anstieg folgt. Diese Entwicklung müssen wir durchbrechen", forderte der Generaldirektor der Weltwetterorganisation WMO, Petteri Taalas.

Richtig sei, dass das Herunterfahren der Wirtschaft mit dem Ziel des Eindämmens des Coronavirus zu lokalen Verbesserungen der Luftqualität geführt habe, hieß es in einer am Freitagabend in Genf verbreiteten Erklärung. Dies sei in China und später auch in Norditalien messbar gewesen, etwa am geringeren Ausstoß von Kohlendioxid, kurz CO2, und Stickstoffdioxid, kurz NO2. Aber es sei zu früh, um die langfristigen Auswirkungen auf die Gas-Konzentrationen und damit den Treibhauseffekt der Erde abzuschätzen, hieß es.

Wichtige internationale Mess-Stationen auf Hawaii und bei Cape Grim in Tasmanien (Australien) hätten bei dem Level des klimaschädlichen Kohlendioxids sogar für die ersten Monate 2020 höhere Werte verzeichnet als 2019. Die UN-Wetterorganisation wies darauf hin, dass man zusätzlich zum Unterschied zwischen lokalen und weltweiten Änderungen auch zwischen dem Ausstoß der Treibhausgase und der Konzentration in der Atmosphäre unterscheiden müsse. Für die wichtigen Konzentrationswerte müssten zusätzliche Aspekte im Zusammenspiel der Umwelt beachtet werden, darunter die Aufnahme durch die Ozeane. Maßnahmen gegen den Klimawandel müssten mit Nachdruck verfolgt werden, folgerte der finnische WMO-Chef Petteri Taalas.

Quelle: Agenturen