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Ukraine-Krieg: Erstmals dokumentierter Einsatz von US-Waffe in Russland

Verwendete das ukrainische Militär eine US-Drohne auf russischen Territorium? Dies behaupten zumindest russische Behörden nach einem Vorfall an der russisch-ukrainischen Grenze. Drei moldauische Staatsbürger waren betroffen.

Nach Angaben russischer Behörden soll die ukrainische Armee im russischen Angriffskrieg eine von den USA gelieferte, sogenannte Switchblade 300 eingesetzt haben. Hierbei handelt es sich um eine unbemannte kampffähige Drohne des amerikanischen Herstellers "AeoroVironment". Diese Drohne ist mit einem Gefechtskopf mit der Wirkung einer 40-mm-Granatwerferpatrone ausgestattet.

Moldauische Staatsbürger als Ziel 

Der Vorfall soll sich am Grenzübergang Troebortnoe in der russischen Oblast Brjansk ereignet haben. Der Ort ist ungefähr zwei Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Eine Aussendung des moldauischen Außenministeriums am Dienstag bestätigt den Vorfall - es wird sich allerdings auch ausschließlich auf die Angaben der russischen Behörden bezogen. Laut dieser Aussendung  wurden "zwei moldauische Staatsbürger bei einer Explosion" verletzt, sowie eine Person getötet.

"Die Botschaft der Republik Moldau in der Russischen Föderation steht in Kontakt mit den zuständigen Behörden und den Angehörigen der Opfer, um die erforderliche konsularische Unterstützung zu leisten", so das moldauische Außenministerium.

Schwierige Wahrheitssuche 

Russischen Quellen zufolge wurde ein Zivilist getötet und drei weitere verletzt. Die ukrainische Seite behauptet, FSB-Agenten seien das Ziel gewesen. Die Richtigkeit der gegensätzlichen Aussagen kann momentan nicht unabhängig überprüft werden.

Bei dem Vorfall handelt es sich dennoch um den ersten dokumentierten Einsatz einer US-Waffe seit Kriegsbeginn auf russischem Territorium.

ribbon Zusammenfassung
  • Verwendete das ukrainische Militär eine US-Drohne auf russischen Territorium?
  • Dies behaupten zumindest russische Behörden nach einem Vorfall an der russisch-ukrainischen Grenze.
  • Drei moldauische Staatsbürger waren betroffen.