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Trübster Februar seit 2018

Heute, 12:04 · Lesedauer 3 min

Der heurige Februar war insgesamt relativ trüb und nass. Die Zahl der Sonnenstunden lag im österreichweiten Mittel um 25 Prozent unter dem vieljährigen Durchschnitt. Ähnlich trüb war es in einem Februar zuletzt im Jahr 2018 mit dem gleichen Wert, berichtete Geosphere Austria am Montag. Außerdem hatte der vergangene Monat fast 50 Prozent mehr Niederschlag als im Durchschnitt gebracht. Von den Temperaturen her war es der vierzehntwärmste Februar der heimischen Messgeschichte.

"Im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit, der Klimaperiode 1991 bis 2020, war der Februar 2026 im Tiefland Österreichs um 2,4 Grad und auf den Bergen um 2,7 Grad über dem Durchschnitt. Im Vergleich zur Klimaperiode 1961 bis 1990 war der Februar im Tiefland Österreichs um 3,3 Grad und auf den Bergen um 3,6 Grad zu mild", erläuterte Klimatologe Alexander Orlik in der Aussendung.

Die höchsten Abweichungen zum Klimamittel traten im Montafon auf. Dort war der Februar um 3,5 bis 4,0 Grad zu warm. Am 27. Februar wurden an der oberösterreichischen Wetterstation Weyer frühlingshafte 20,5 Grad registriert. "Temperaturen über 20 Grad sind Ende Februar in Österreich gar nicht so selten und kommen durchschnittlich alle ein bis zwei Jahre vor", betonte Orlik dazu.

Die Sonnenscheinbilanz ist laut Geosphere durch die größtenteils sonnigen letzten Tage des Monats noch ein wenig verbessert worden. Insgesamt gab es im Februar nur ein paar Regionen im Westen, in denen die Sonnenscheindauer das Klimamittel erreichte. Dazu gehören das Rheintal, das Inntal und Teile des Tennengaus und des Salzkammerguts.

Mit Defiziten von minus 38 bis minus 50 Prozent waren der oberösterreichische Zentralraum, das Mühlviertel sowie die Landesteile in Niederösterreich entlang der Donau bis Wien und das östliche Weinviertel sowie das Industrieviertel die sonnenärmsten Regionen des Landes. Im Traunviertel schien die Sonne stellenweise um bis zu 60 Prozent seltener als in einem durchschnittlichen Februar.

Überdurchschnittlicher Niederschlag

Nach den sehr niederschlagsarmen Monaten Dezember und Jänner war der Februar sehr niederschlagsreich. In nahezu allen Landesteilen fiel mehr Niederschlag als in einem durchschnittlichen Februar, im Flächenmittel war es ein Plus von fast 50 Prozent. Damit war es der niederschlagsreichste Februar seit dem Jahr 2020. Von Vorarlberg bis Salzburg bzw. Oberkärnten war der Februar 2026 um 50 bis 100 Prozent niederschlagsreicher als das Klimamittel.

Am 19. und 20. Februar fiel von der Südoststeiermark bis ins südliche Weinviertel und in weiterer Folge bis in den oberösterreichischen Zentralraum viel Schnee bei relativ hohen Temperaturen. Der Schnee war damit sehr nass und schwer, was zu großen Problemen wie Schneebruch und Schäden an Stromleitungen geführt hatte, vor allem in der Steiermark, erinnerte die Geosphere.

Zusammenfassung
  • Mit fast 50 Prozent mehr Niederschlag als üblich war es zudem der niederschlagsreichste Februar seit 2020, wobei von Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten regional sogar 50 bis 100 Prozent mehr Niederschlag als im Klimamittel gemessen wurden.
  • Die Temperaturen lagen im Tiefland um 2,4 Grad und auf den Bergen um 2,7 Grad über dem Durchschnitt der Klimaperiode 1991 bis 2020, im Montafon sogar um bis zu 4,0 Grad, und am 27. Februar wurden in Weyer frühlingshafte 20,5 Grad erreicht.