Tourengeher kam in Lawine: Bergretter beobachtete den Abgang
Bei der nahe gelegenen Diensthütte der Bergrettungsortsstelle Salzburg fand zum Unfallzeitpunkt gerade ein Lawinenseminar statt, weshalb sich etliche Einsatzkräfte dort aufhielten. Einige Retter stiegen zum Verletzten auf. Der Alpinist wurde in einer Vakuum-Matratze stabilisiert und in Richtung Genneralm zu einem Bereich abtransportiert, wo der Rettungshubschrauber Martin 10 landen konnte. Der Oberösterreicher wurde ins Krankenhaus Schwarzach im Pongau geflogen, informierte die Bergrettung am Sonntagnachmittag.
Der Lawinenwarndienst Salzburg hat am Sonntag für die Osterhorngruppe Lawinenwarnstufe zwei (mäßig) oberhalb der Waldgrenze ausgegeben. "Kammnaher Triebschnee kann an einigen Stellen bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden", hieß es im Text. Unterhalb der Waldgrenze war die Lawinengefahr gering (Stufe 1).
Zusammenfassung
- Am Sonntag wurde ein 37-jähriger Oberösterreicher am Osthang des Gennerhorns (1.734 Meter) von einer Lawine erfasst und teilweise verschüttet.
- Der Tourengeher konnte noch seinen Airbag auslösen und wurde nach einem Notruf von einem Bergretter sowie weiteren Einsatzkräften, die an einem nahegelegenen Lawinenseminar teilnahmen, erstversorgt und abtransportiert.
- Die Lawinenwarnstufe lag für die Osterhorngruppe am Sonntag oberhalb der Waldgrenze bei zwei (mäßig), unterhalb der Waldgrenze bei eins (gering), und der Verletzte wurde per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Schwarzach im Pongau geflogen.
