APA - Austria Presse Agentur

Suezkanal-Blockade: Vorbereitungen für Fracht-Entladung

28. März 2021 · Lesedauer 2 min

Im Suezkanal werden weitergehende Maßnahmen zur Bergung des eingekeilten Containerschiffs ins Auge befasst. Präsident Abdel Fattah al-Sissi habe angeordnet, mit den Vorbereitungen zur Entladung von Containern zu beginnen, sagte der Chef der Suez Canal Authority (SCA), Osama Rabie, am Sonntag dem Sender "Extra News". Die Bergungsexperten hatten ursprünglich gehofft, die 400 Meter lange "Ever Given" ohne den zeitraubenden Schritt wieder flott zu bekommen.

Zunächst sollte an Ort und Stelle zwölf Stunden lang gegraben werden, um das quer liegende Schiff zu befreien. Dann sollten zwölf Stunden lang die Schlepper zum Einsatz kommen, sagte Rabie. Inzwischen würden vierzehn Schlepper eingesetzt. Einer SCA-Erklärung zufolge wurden inzwischen 27.000 Kubikmeter Sand bewegt bei dem Versuch, das Schiff wieder frei zu bekommen.

Die "Ever Given" mit 18.300 Containern an Bord blockiert seit Dienstag den Suezkanal, eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Stand Samstag stauten sich mehr als 320 Schiffe an beiden Enden des Kanals. Das Unglück hat weltweit Lieferketten durcheinandergebracht.

Frachter mit 130.000 Schafen stecken fest

Durch die Blockade würden laut einem Artikel des "Kuriers" auch elf rumänische Frachter mit lebenden Tieren festsitzen. Laut Tierschützen soll es sich dabei um 130.000 Schafe handeln. Die rumänische Veterinärbehörde teilte am Samstag mit, dass die Transportfirmen versicherten "ausreichend Nahrung und Wasser an Bord für die kommenden Tage" zu haben.

Sollte die Blockade andauern müsse man weitere Schritte überlegen, wird die Veterinärbehörde vom "Kurier" zitiert. Eine Variante sei laut dem Artikel, die Frachter umzuleiten und die Tiere in anderen Ankunftshäfen zu entladen. Tierschützer hingegen sollen den Tod der Tiere fürchten. "Die Situation ist sehr bedrohlich", soll die Organisation Animals International erklärt haben. Demnach drohe laut der Organisation eine "maritime Katastrophe für lebende Tiere in noch nie da gewesenem Ausmaß", wie es im Artikel heißt. Die Organisation fordere eine Umstellung des Exports in Rumänien von lebenden Tieren auf Fleischexporten.

Quelle: Agenturen